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Gästebuch



Sonntag der 16. Dezember 2018

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W.J.K.


schrieb am: 18.06.2012 19Uhr
Guten Tag, geschätzter Bruder!
Durch einen „Zufall“ bin ich auf Deine Seite gestossen und habe intensiv gelesen. Aus diesem Grund reagiere ich nicht nur in Form der Dir vorliegenden E-Mail, sondern als Diskussionsbeitrag gleichfalls im Gästebuch.
Interessant, was Deine Kritik am vorhandenen System betrifft, aber auch Deine dezidierten Vorschläge zur Reform der Freimaurerei.

Zitat: "Der jetzige Aufbau der 3 Grade wird mit der "Wanderung" durch das Leben (Geburt, Leben, Tod) versucht zu erklären. Wenn man sich aber den Inhalt der ersten beiden Grade genauer betrachtet, ist da sicher kein schlüssiger Zusammenhang zwischen Geburt und Leben herzustellen." Ist das wirklich so?

Sicher erleben wir unsere Welt in dem Zeitraum gewisser Maßen wie eine Wanderung zwischen Geburt und Tod. FM stellt m.E. bestenfalls den Lebensweg alegorisch dar, diese Alegorie ist aber doch nicht die Substanz der FM?! Genau das ist nach meinen Beobachtungen der Knackpunkt dessen, was in vielen AFAM-Logen und in den anderen als „Inhalt“ der FM angesehen wird.
Viele Brüder versuchen den Sinn der Alegorie zu ergründen, über den Status der „Humanität mit Verkleiden“ kommen viele dabei leider nicht hinaus. Ohne auf Deine Thesen detailliert einzugehen, vielleicht erledigt sich das, behaupte ich, dass viele Brüder sich überhaupt nicht im Klaren darüber sind, WAS sie eigentlich in ihren Logen treiben! Die gesamte FM besteht aus Symbolen.

Das beginnt mit Winkelmaß und Zirkel, wird bis in den 3.Grad fortgeführt und endet nicht in den Hochgraden, sondern erlebt dort seine Ausarbeitung. Symbole sind m.E. „Platzhalter“ für Aussagen, die sich jeder Einzelne erarbeiten muss. Es gibt unterschiedliche Fähigkeiten hierzu, weshalb die Ergebnisse immer unterschiedlich sind. Ob das eine „unterschiedliche Interpretation“ ist, bezweifle ich, es ist eine "nicht einheitliche Sichtweise", weil der Grundkonsens ist in der Regel vorhanden.

Das ist eine der Ursachen dafür, dass man nicht von DER Freimaurerei sprechen kann – weder im Einzelnen, noch in Logen oder Großlogenverbänden. Das entscheidende ist nicht die einheitliche Auslegung von Symbolen, sondern das LEBEN nach den Regeln der individuell erkannten Symbolen. Was nützt es, wenn der Lehrling lernt, dass das Winkelmaß ein Symbol für ein „winkelgerechtes Leben“ ist, sein Privatleben chaotisch ist, er mit seinen Brüder (und Schwestern) permanent im Clinch liegt, sich geschäftlich wie ein Schwein benimmt, aber mit Stolz an Revers Winkelmaß und Zirkel trägt. Daher kommen doch die Aussagen, dass FM „ohne die Brüder“ herrlich sein könnte.

Und was Dein Vorschlag zum Wegfall der TA 3 betrifft, widerspreche ich Dir aus gleichem Grund auf das heftigste. Stirb‘ und werde ist, so habe ich es für mich verstanden, keinesfalls ein metaphysisch religiöser Aufruf, sondern, wie ALLES in der FM ein Symbol dafür, den „inhumanen Menschen“ IN MIR sterben zu lassen, was eine todesähnliche Prozedur ist, damit ich dem Ziel, das ich ebenfalls nur individuell definieren kann, näher kommen kann. Der Abschied von einem Bruder (Schwester) mittels Trauerloge ist eine „völlig andere Baustelle“ und hat mit dem „individuellen Tod der Inhumanität“ absolut nichts zu tun.

Es ist deshalb mMn. auch nicht erforderlich das „heilige Buch des Gesetzes“ zu verändern. Wozu und was soll das? Da würde ein „Buch“ gegen ein anderes ausgetauscht – der Symbolgehalt - dass es Ordnungsprinzipien gibt, nach denen sich Freimaurer richten – wird dadurch in keiner Weise berührt – reine „Kosmetik“.

Zitat: "Wenn wir wollen, dass die Freimaurerei ihrem eigentlichen Ziel (Dem Bau des "Tempels der Humanität") gerecht werden will, müssen wir aus dem Schlaf der Mystifizierung aufwachen. Der "Tempel der Humanität" gehört in das Zentrum unserer Arbeiten."

Es ist, nach meiner Erfahrung mit und in zahlreichen Logen, kein „Schlaf der Mystifizierung“ sondern eher die Unkenntnis dessen, was sich hinter und in den Mysterien verbirgt, was das von Dir beklagte "Empfinden einer gewissen Unfertigkeit oder Unvollständigkeit seines im Meistergrad erhaltenen Wissens" verursacht.

Frage Brüder, wie sich sich „den Bau des Tempels der Humanität“ PRAKTISCH vorstellen und was sie KONKRET dazu tun. Du wirst eine Menge „Worthülsen“ und „Fensterreden“ hören, aber selten die Aussage, dass die in und mit den Arbeiten gewonnenen Erkenntnisse im persönlichen Leben einfliessen und dadurch – und jetzt nutze ich eine religiöse Metapher: „Wie Sauerteig“ bei SICH SELBST und MITTELBAR bei den umgebenden Menschen wirken (können). Wenn das verinnerlicht ist, dann bekommt die Ritualaussage: Nun geht in die Welt und seid Freimaurer....... Sinn und Gehalt. Alles andere ist die von Dir – zu Recht - beklagte Vereinsmeierei mit all den Auswüchsen, die sich m.E. leider auch bei vielen Freimaurern – weltweit – breit gemacht hat.

Reformen machen Sinn, wenn man weiß WAS man INHALTLICH reformieren will, sonst wären es lediglich „andere Kostüme“.

In diesem Sinn Brüderliche Grüße
W.J.K.




A.H.Procellas


schrieb am: 08.09.2011 13Uhr
bei Marburg/L.

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Lieber Bruder Scheffler, ich hoffe ich darf Sie so nennen.
Nach meinem Besuch Ihres Gästeabends am 19.08.11, bei dem ich sehr herzlich und gastfreundlich empfangen worden bin, habe ich viel über Ihre Thesen zur "modernen Freimaurerei" nachgedacht.

So gut wie alle Aussagen von Ihnen leuchten mir ein.

Auch die Art und Weise wie Sie diese Inhalte vermitteln gefällt mir sehr. Man spürt, daß Sie mit dem Herzen bei der Sache sind, das es Ihnen um Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und um Gerechtigkeit geht. Alles wohl echte freimauerische Tugenden denen auch ich versuche nach zu folgen ohne mich "regulärer Freimauer" nennen zu wollen.

Ganz herzliche Grüße an Ihre Brüder die mir beim besagten Gästeabend so gastfreundlich gegenüber getreten sind.


Ihr A.H.Procellas



Stephen Boy


schrieb am: 10.07.2011 16Uhr
38108 Braunschweig

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Ich verstehe heute Freimaurerei besser und erschrecke immer wieder über Besessene, die wohl in einer Loge einen Drachen vermuten und mit Angst und Dummheit reagieren, wenn man über Freimaurerei spricht. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.


Ein freier Mann von gutem Ruf


schrieb am: 30.06.2011 01Uhr
Lieber Bruder Jürgen,
meiner Meinung nach hat Bruder Peter I. Recht - bis zu einem gewissen Maße. Denn auch wir in A.f.u.A.M. hüten und pflegen unsere freimaurerischen Traditionen.
Das wir für uns selbst nicht religiös ausgerichtet sind, heisst nicht, das wir minderen Zielen folgen. Gerade bei UNS bekommt die freie Interpretation der Symbolik einen wirklich freien Charakter. Das viele unserer Symbole religiösen Ursprungs sind, ist nicht von der Hand zu weisen.

Wenn Dir, lieber Bruder Jürgen aber unsere Symbole zu religiös, unsere Rituale zu überholt und überhaupt nicht zeitgemäß sind - warum bist Du der regulären Freimaurerei dann solange gefolgt? In der sog. Irregularität der FM wärst Du nach Studium Deiner Texte "besser aufgehoben". Du kannst Dich in meinen Augen nicht einer Gemeinschaft anschliessen, deren Werte Du bis zum Erhalt Deiner Meisterschaft vielleicht duldsam folgst und dann versuchen, das gesamte (mit Erfolg gekrönte) System nach Deinem Gutdünken auf den Kopf zu stellen!
Ich appeliere an Dich, Dich in den Lehrlingsgrad zurückzuversetzen.

Prüfe Dich auch, ob Du woanders vielleicht "besser aufgehoben" wärst. Denn was Du erhälst sind bedingungslose Mahner, Dein Logenleben muss sich demnach ziemlich schwierig für Dich gestalten. Auch gehören derartige Themen nicht ins WWW. Wie die profane Welt auf Deine Problematik und die mit Sicherheit sehr weniger weiterer Brüder reagiert?

Derartige Diskussionen sind im Rahmen der Deckung vorzunehmen - so kompromitierst Du uns nur gegenüber der profanen Welt und wirst selbst zum Schandfleck!

Gruß e.f.M.v.g.R.





Peter Immhof


schrieb am: 06.06.2011 17Uhr
Ich finde alles sehr übertrieben. Die Bibel lag auch im 18.Jh schon auf dem Altar, es gab allerdings noch das Konstitutionebuch welches ebenfalls auflag. Die Geschichte der AFAM beginnt 1946, woher bitte will sie eine Tradition von Aufklärung und Humanismus haben? Die Freimaurerlogen aus der Zeit der Aufklärung haben sich gegen diese gestellt, warum sollte man sich also auf die aufklärung stürzen, die doch außerhalb der Logen geschah. Freimaurerei war schon immer religös und verwendete religöse Symbole, wenn man also zurück will sollte man mal nachdenken was hier in dieser Webseite geschrieben steht- genau das Gegenteil- hin zur irregulären Freimaurerei. Viel Spass dabei, AFAM ist auf gutem Wege dahin, Mindestanforderungen bzgl. eines Gottes gibts ja schon nicht mehr und Atheisten werden auch schon seit Jahren aufgenommen.


Klaus V.


schrieb am: 02.06.2011 22Uhr
Lieber Bruder Jürgen,
wir unterhalten uns ja sehr oft über eine mögliche Reformation der Freimaurerei. Nicht in jedem Punkt stimmen wir überein, jedoch bin auch ich der Meinung, dass einiges peu à peu reformiert (nicht "revolutioniert"); werden müsste.

Vielleicht findet sich ja durchaus ein Konsenz mit den nun nachfolgenden Generationen von Brüdern. Deinen Vorschlag jedenfalls, die Bibel oder andere religiös geartete Bücher aus der Freimaurerei zu verbannen, empfinde ich als "richtig".

Mit der Schöpfung der UNO und der Ratifizierung der UN-Menschenrechtscharta (es sollte aber auch zusätzlich die UN-Kinderrechtscharta aufgelegt werden) haben wir ein solches "Buch des heiligen Gesetzes" mit "humanitärer" Zielsetzung. Hier stimme ich mit Dir vollstens überein, und sehe mich durch die Alten Pflichten von 1723 bestätigt, wo es heißt: "In alten Zeiten waren die Maurer in jedem Lande zwar verpflichtet, der Religion anzugehören, die in ihrem Lande oder Volke galt, heute jedoch hält man es für ratsamer, sie nur zu der Religion zu verpflichten, in der alle Menschen Übereinstimmen, und jedem seine besonderen Überzeugungen selbst zu belassen." Die Verpflichtung des Freimaurerlehrlings (und damit der folgenden Grade)  "müsste" also demnach auf die "Mitmenschlichkeit" erfolgen,nicht jedoch auf irgendein anderes Gesetzbuch.

Freimaurerei ist keine Ersatzkirche, wir aber machen Sie durch Beibehaltung religiöser Pflichten (z.B. "Bekenntniszwang" zum christlichen Glauben in anderen Großlogen) und Symbolik vielleicht dazu. Deswegen wurde ich seinerzeit Mitglied einer A.F.u.A.M. Loge, da mir hier die humanitären Gesichtspunkte "schwerwiegender" erscheinen.

Wenn Du also eine Petition vorbereiten (alleine oder vielleicht unter Mitwirkung einiger anderer Brüder - so wäre es ein demokratischerer Prozess), diese dann allen unseren Brüdern öffentlich zur Unterschrift zugänglich machen möchtest und dann der Großloge A.F.u.A.M. überreicht werden könnte, so vermerke mich bitte schon mal direkt an Stelle 2 zur Mitunterzeichnung.

Da Freimaurerei basisdemokratisch organisiert ist, könnte sich die A.F.u.A.M. einem solchen größeren Votum nicht entziehen und müsste auch vor der UGLE für den Willen Ihrer Mitglieder eintreten. Dies mag Jahre dauern. Aber ein Kampf, der sich m.E. lohnt.

Brüderliche Grüße, Klaus



Radulf


schrieb am: 09.05.2011 23Uhr
Baden Württemberg
Die Gedanken und Ideen zum Thema Reform der Freimaurerei gefallen mir. Und ich denke, dies wäre im 21. Jahrhundert auch dringend notwendig.

Ich habe nach meiner Aufnahme schmerzhaft erleben müssen, wie stark doch Vereinsmeierei, Posten jagen, dogmatisches Hören auf alles, was von der Großloge kommt, Abwürgen von kritischen Diskussionen, Schönreden von zwischenmenschlichen Problemen und Ignorieren der Grundideale, den Logenalltag beherrschen.

Was dann dazu geführt hat, dass ich nach fast 1 Jahr die Deckung eingereicht habe. So gut die geäußerten Reformideen auch sind, ich bezweifle, dass die meisten Logen, geschweige denn die Großloge Interesse daran haben. Vielleicht hat B. Gorissen doch recht, wenn er schreibt, dass die Freimaurerei letztendlich nur eine Idealistenfalle ist.



Manfred W.


schrieb am: 20.10.2010 21Uhr
Lieber Br., worin genau besteht die Reform, bzw. was soll Inhalt der Reform sein?
Falls dazu genaue Vorstellungen bestehen, bitte ich diese darzustellen.



Anmerkung des Webseitenbetreibers:

Lieber Br. Manfred, wie aus dem Eingangstext ersichtlich, ist die Webseite gerade in Entstehung. Es fehlen also noch die Inhalte und einige Funktionen.
Auch schrieb ich in dem Eingangstext "....von einigen Freimaurern unterhalten wird, die sich Gedanken über eine mögliche  Reformierung der Freimaurerei machen wollen..." was wiederum bedeutet, dass der Gedankenaustausch - falls er dann stattfindet - nicht unbedingt in eine Reform laufen muss.
Nach meiner persönlichen Meinung ist eine Reform in der Freimaurerei dringend erforderlich, aber dazu mehr demnächst auf dieser Seite.

Diese Webseite stellt eine Plattform dar, in der ohne Zensur ein freier Meinungsaustausch möglich sein soll - sofern die guten Sitten und unsere Grundsätze wie Toleranz und Respekt gewahrt bleiben.





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