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Ist die friedliche Nutzung der Atomkraft ethisch vertretbar?


(Beitrag vom 23.03.2011 korrigiert am 03.10.2011)

Spätestens seit der Atomkatastrophe in Fukushima sollte man sich eingehend die Frage stellen, ob die friedliche Nutzung der Kernenergie überhaupt ethisch zu vertreten ist.

Es gibt unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema. Für mich war eigentlich immer klar

Eine Technik, die nie versagen darf, dürfen wir uns nicht leisten!


Milliarden an Subventionen sind für die Erforschung und den Bau der Atomkraftwerke geflossen. Unabsehbar sind die Kosten, die noch für die Entsorgung des Atommülls auf uns Steuerzahler hinzukommen. Allein finanziell betrachtet geht meines Erachtens die Rechnung mit der Atomkraft nicht auf. Atomkraftwerke sind vom Risiko her nicht in vollem Unfang versicherbar wärend jedes Windkraftrad haftpflichtversichert sein muss - dies und die nicht berücksichtigten realistischen Kosten für die Entsorgung macht Atomstrom "billig".
Mit welchem Betrag soll man überhaupt das missgebildete Kind eines mit strahlender Nahrung oder Luft in Verbindung gekommenen jungen Paares versichern?

Was bedeuten eigendlich die Grenzwerte für Strahlung? Es sollte bekannt sein, dass jedes kleinste strahlende Teilchen, was sich in der Lunge oder irgendwo im Körper festsetzt, oft ein Leben lang das Krebsrisiko drastisch erhöht und das Erbgut dauerhaft schädigen kann - Und das nicht nur für den Menschen, der ja nun einmal die Spitze der Nahrungskette darstellt.

Unglaublich ist für mich der Schlingerkurs der Regierung dieses Landes. Quasi über Nacht werden eben einmal 7 Atomkraftwerke vom Netz genommen. Noch vor ein paar Monaten undenkbar - Aber anstehende Landtagswahlen machen eben auch das möglich.

Unglaublich ist auch, dass die Bundeskanzlerin als Pfarrerstochter eine Ethikkommision braucht, um zu erkennen, ob diese lebensfeindliche Technik ethisch vertretbar ist. Eigentlich sollte man vermuten, dass die gewählten Vertreter eines Volkes auch immer nach ethischen Gesichtspunkten urteilen und entscheiden. Die Ethikkommision sollte das Parlament sein!

Gänzlich raus kommen wir aus dem Atomdisaster sowieso nicht mehr. Mehr als 12.500 Tonnen Atommüll haben sich allein in unserem Land bis heute mit dem Betrieb der Atommeiler gesammelt und es wird täglich mehr. Diesen Wahnsinn unter der Erde zu verscharren ist m.E. keine Lösung, ich halte das sogar für extrem gefährlich, wie es uns bereits das Atommülllager in der Asse zeigt. Dieser hochgefähliche Müll muss jederzeit erreichbar sein, aber auch möglichst 100% tig von der Biosphäre abgeschirmt werden.

Für diesen Müll sollten wir mitten in unserem Land einen riesigen schwarzen Sarkophag aus dicken Betonwänden und möglichst dicht abgeschirmt aufstellen. Daran sollten wir Mahntafeln mit folgender Beschriftung anbringen:

"Dies ist das Ergebnis unserer unglaublichen Selbstüberschätzung, Technikgläubigkeit und Obrigkeitshörigkeit - Wir, die Generation des Jahres 2000, bitten die 40.000 folgenden Generationen und diesen Planeten um Vergebung"

Jawohl, etwa 40.000 Generationen dauert es, bis die Strahlung des ratioktiven Mülls soweit abgeklungen ist, dass er für das Leben auf diesem Planeten ungefährlich wird.

Manchmal glaube ich, wir sollten uns ernsthaft Gedanken machen, ob die menschliche Spezies in ihrer Ignoranz, Dummheit und Selbstüberschätzung für diesen Planeten überhaupt ethisch zu vertreten ist - Denn diese Technik richtet sich gegen das Leben und das für 100 tausende von Jahren!



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