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Mit den besten Wünschen zur Jahreswende 2012/2013


(Beitrag vom 04.01.2013 korrigiert am 25.04.2013)

Liebe Freunde ,

Wieder ist ein Jahr vergangen und ich muss leider erkennen, fast nichts hat sich zum Besseren geändert auf unserer Welt.

Wir haben uns beschäftigt mit der nicht endenden Bankenkrise, dem Verblassen des Hoffnungsschimmers in Ägypten, dem Bürgerkrieg in Syrien, der Beschneidung kleiner wehrloser Buben und vor Allem der fehlenden Anteilnahme um nicht zu sagen Ignoranz grosser Bevölkerungsschichten an dieser Entwicklung.


Auch hat Armut neben Hunger noch viele andere Gesichter bekommen wie Kinderarmut, Altersarmut, Ausgrenzung, gesellschaftliche Kälte, Einsamkeit, Gewalt und Ohnmacht. Selbst gefühlte Armut in einem materiell reichen Land wie dem unserem ist Armut.

Wir dürfen Armut nicht nur als materielle Verelendung verstehen, sondern als Mangel an Teilhabe an der Gesellschaft, im Extremfall als weitgehenden Ausschluss aus praktisch allen sozialen Bezügen.

Für eine sinnvolle Definition von Armut müssen wir auch die individuelle Situation von Menschen und ihre relative Situation in Bezug auf die Gesellschaft, in der sie leben, einbeziehen.

Ich ziehe den Hut vor den vielen Menschen, die z.B. ehrenamtlichen die Tafeln (für mich ein Absurdum in unserem Land) mit ungeheuerem Engagement unterstützen. Die Frage, die sich mir allerdings stellt ist - Was ändert sich dadurch in unserem Land?

Eher wird dadurch verdeckt, was nicht vertuscht werden darf. Ich fühle mit, mit diesen Menschen, die tagtäglich anstehen, um ein paar Nahrungsmittel zu ergattern und ich spühre sehr deutlich, wie sie ihrer Menschenwürde beraubt werden.

Engagement für eine, auch für unsere Kinder lebenswerte zukünftige Gesellschaft, findet an anderer Stelle statt. Z.B. in Petitionen die man zeichnet, in Emails, die man seinen Abgeordneten schickt, im immer wieder Ansprechen dieser Missstände auch auch auf die Gefahr hin, daß man dann schnell als ewiger und unbequemer Nörgler angesehen wird.

Ich wünsche mir eine Sicherheit bietende und zukunftsträchtige Gesellschaft und gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich etwas ändern wird in unserem Land!

Bitte entschuldigt diese lange Botschaft, aber es musste einfach raus.

Mit den besten, wenn auch nachdenklichen Wünschen für ein Neues Jahr

Euer Jürgen Scheffler

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