Philosophische Betrachtung von Gott und der Welt (Teil2)


(Beitrag vom 06.02.2017 korrigiert am 22.06.2017)

Die Welt, der Mensch und seine Götter als Nachbetrachtung.
Nach meinem 1.Teil dieses Artikels bin ich von guten Freunden darauf hingewiesen worden, dass zwei wichtige Themen fehlen.
Zum einen wäre da eine nähere Beschreibung für den Gottesersatz, weil der für viele Menschen eine Art Trost bedeutet und zum anderen weitere Ausführungen zum Transhumanismus, weil diese Gedanken vielen Menschen Angst machen.


Große Teile der Religiosität würde ich gern auch dazu zählen.

Unser Verstand sollte versuchen, diese archaischen Grundeigenschaften zu beherrschen und einen Ausgleich zu schaffen. Manchmal gelingt das,
oft aber nicht. Was in der Vergangenheit extrem notwendig und unverzichtbar war, könnte sich mit Einsetzen der Hochtechnologie, die in der Lage ist, in kurzer Zeit diesen Planeten zu vernichten, ins Gegenteil verwandeln.

Heute noch werden zu einem großen Teil die Grundwerte aus den verschiedenen Religionen geprägt.
Sie sind teilweise sehr unterschiedlich und das Wichtigste, ist immer der Glaube im Mittelpunkt. Man schaue sich nur mal die 10 Gebote der Christen an. Mache Menschen lösen sich ein kleines bisschen von ihrer Religion und werden „moderat“, was immer das heißen mag. Muslime stellen die Scharia über jedes Gesetz, selbst die Menschenrechte der Vereinten Nationen werden nicht anerkannt, man schafft die Kairoer Menschenrechte.

Atheisten haben grundsätzlich keine religiös geprägten Grundwerte, höchstens Rudimente aus kindlicher Indoktrination.

Wie soll so eine Weltgesellschaft auf Dauer funktionieren?
Daher empfinde ich, dass wir dringend versuchen müssen, unseren Verstand viel mehr zu gebrauchen und auch Gesetzmäßigkeiten zu schaffen, nach denen wir uns alle bindend zu richten haben und das unabhängig von Glaubensvorstellungen und Religion. Die Menschenrechte der Vereinten Nationen könnten eine Basis dafür sein.

Die Einhaltung dieser Gesetzmäßigkeit muss durch die Völkergemeinschaft ständig überwacht und eine Nichteinhaltung ohne Ansehen der Person konsequent verfolgt und geahndet werden.
Wenn wir es schaffen, unser EGO weitestgehend zu unterdrücken und das EGO unter das Leben als Ganzes zu stellen, haben wir einen weiteren Schritt in der Entwicklung geschafft. Wir brauchen keinen Gott, keinen Glauben an die individuelle und unsterbliche Seele mehr, wir können auf die Suche nach dem Sinn des Lebens ohne Schranken gehen.

Obwohl ich nicht wirklich religiös war, empfand ich diese Erkenntnis trotzdem als eine wirkliche Befreiung.


Astronaut und Humanoid
 

Dies führt uns nun zu einer näheren Betrachtung des Transhumanismus.
Als mir vor Jahren ein Freund einen wissenschaftlichen Artikel hierzu verschafft hat, habe ich ihn nach kurzem Einlesen weggelegt. Die Thesen haben mir Angst gemacht. Da ich Informatiker bin, weiß ich, dass die Entwicklung in diese Richtung nicht aufzuhalten ist und es wird viel schneller gehen, als wir uns heute vorstellen können.

Weiterhin stehe ich hierzu – es ist ein ganz gefährlicher Weg,
den wir da einschlagen. Nicht, weil wir in Kürze eine Spezies schaffen können, die uns in allen Dingen haushoch überlegen sein wird, sondern weil nur wenige Menschen die Kontrolle darüber haben.

Viele Menschen glauben weiter an Gott und im Hintergrund werden solche Entwicklungen gestartet, auf die niemand Einfluss hat, die sich jeglicher demokratischer Kontrolle entziehen. So kann es sein, dass die im 1. Teil dieses Artikels erwähnten Robotergesetze keine Rolle spielen werden und Humanoide speziell für militärische Einsätze als reine Kampfmaschinen geschaffen werden – Wenn das kommt, dann gute Nacht und da hilft dann auch kein Gottvertrauen mehr!

Die andere Seite jedoch ist auch positiv zu bewerten.

Humaniode im Sinne der gesamten Menschheit eingesetzt, dürften eine enorme Bereicherung sein. Das auch nicht nur im Alltag, sondern auch in einer enormen Wissensvermehrung, als Denkmaschinen die blitzschnell reagieren können, kaum vergessen und unglaublich schnell fast grenzenlos lernen.

Vermutlich werden Humanoide, die mit KI (künstlicher Intelligenz) ausgestattet sind, kein Unterbewusstsein in unserem Sinn haben. Das mag viele Menschen erschrecken. Aber wie bereits oben erwähnt, hat das Unterbewusstsein auch sehr viele Schattenseiten und durch eine unumgängliche Kernprogrammierung auf humane Werte, die nicht zu umgehen sind, schafft man den positiven Teil eines Unterbewusstsein bei dieser künstlichen Spezies.

Das wäre auch der prägende Teil, den wir ihnen aus unseren Erfahrungen, ähnlich wie in unseren Genen mitgeben können. Ich weiß nicht, ob dies absolut sicher einzupflanzen ist, aber eines scheint mir sehr sicher – Wir müssen diese Problematik aufnehmen, wir müssen diese Entwicklung den Händen dieser wenigen Großkonzerne wieder entreißen und gemeinsam bestimmen, wie diese Technologie weiter entwickelt und wie sie zukünftig eingesetzt wird. Denn verhindern können wir diese Entwicklung auf Dauer nicht.

Diese Humaniode können auch für alle möglichen Aufgaben außerhalb unseres Habitats, in für Menschen sehr gefährlicher Umgebung, eingesetzt werden. Ihnen würde es sicherlich auch nichts ausmachen, wenn sie tausend Jahre durch das All fliegen um für uns neue Lebenswelten zu erkunden oder um unsere gemeinsam gesammelten Erfahrungen in das Universum heraus zu tragen.


Zum 1.Teil des Artikels hier:
https://www.moderne-freimaurer.de/cms/NS_Von-Gott-und-der-Welt.html



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