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Vom Kopieren aus der Geschichte


(Beitrag vom 16.01.2014)

Ein neuer Mönch kommt ins Kloster.

Ihm wird aufgetragen, den anderen Mönchen beim handschriftlichen Kopieren alter Bücher zu helfen.

Bei der Arbeit fällt dem neuen Mönch auf, dass Kopien kopiert werden und nicht die Originalbücher.
Der neue Mönch geht zum Abt und spricht ihn darauf an.

Er sagt: „Wenn in der ersten Kopie ein Fehler gemacht wurde, dann setzt sich dieser Fehler in allen nachfolgenden Kopien fort.“

Abt: „Seit Jahrhunderten kopieren wir von den Kopien aber was du sagst, macht Sinn.“

Und so geht der Abt mit einer der Kopien in den Keller, um sie mit dem Original zu vergleichen.
Stunden vergehen und der Abt ist noch nicht wieder aus dem Keller zurück.

Seine Brüder beginnen sich Sorgen zu machen und so geht einer der Mönche die Treppe hinunter, um nach dem Abt zu sehen.

Da hört er aus dem hinteren Teil des Kellers ein Schluchzen. Er findet den Abt, wie er sich über eines der Originalbücher beugt und weint.

Er fragt den Abt, was denn los sei.

„Das Wort ist ‚celebrate’“, sagt der alte Mönch, „nicht‚celibate’.“

(Das englische Wort celibate bedeutet zölibatär, also ehelos leben. Das englische Wort celebrate bedeutet feiern.)


Leseprobe aus Humor trifft Spiritualität von Bernhard Kutzler



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