Diese Website verwendet Cookies.

Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Weitere Informationen über Cookies finden sie in unserer Erklärung zum Datenschutz.

ZustimmenImpressumDatenschutz

Der Toleranzgedanke in der Freimaurerei


(Beitrag vom 08.01.2012 korrigiert am 23.04.2013)

Der Toleranzgedanke in der Freimaurerei

Eine der herausragenden Tugenden eines Freimaurers soll die Toleranz sein. Doch was bedeutet das?

Toleranz gegenüber anderen Meinungen ist sicher eine gute Charaktereigenschaft doch reicht das aus?

Wie weit geht die Toleranz, wenn es keine definierten Grenzen für die Toleranz gibt?

Wie verhält sich der Toleranzgedanke, wenn dem gegenüber keine festen ethischen Merkmale stehen?

Was passiert, wenn aus Toleranz plötzlich Ignoranz wird, oder ist das etwa gleichbedeutend?

Fragen über Fragen und zwar, zumindest unseren Bund betreffend,  durchaus berechtigt.




Die Freimaurerei legt sich grundsätzlich nicht fest. Nicht in politischer Richtung, aber leider auch nicht in ethischer und weltanschaulicher Sicht. Da liegt für mich das Problem mit dem Toleranzgedanken in der Freimaurerei. Toleranz kann man nur üben, wenn man die Grenzen dieser Toleranz genau kennt. Dies sollte in unserem Bund durch feste und klar definierte humanistische Grundsätze definiert werden. Ein fast unlösbares Problem – Denn die Freimaurerei muss sich ausserhalb ihrer Rituale festlegen.

Oft wird anstelle von Toleranz, die ja auch eine gewisse Achtung gegenüber andersartiger Meinungen beinhaltet, Ignoranz geübt und das leider hauptsächlich, wenn es um stritte Themen innerhalb unseres Bundes geht. Man beschäftigt sich einfach nicht mit dieser andersartigen Meinung oder Überzeugung man bietet höchsten eine Plattform, diese Meinung vorzutragen. Das war’s dann aber schon. Ich finde, eine sehr schlechte Charaktereigenschaft, aber leider vermischen sich die Grenzen zwischen Toleranz und Ignoranz sehr oft.

Übt man Toleranz ohne klare, definierte Grenzen, kann der Toleranzgedanke auch sehr schnell zur Gleichgültigkeit, was ja der Ignoranz gleichzusetzen, ist verkommen. Auch nährt eine unbegrenzte Toleranz den Egoismus, der ja mit Hilfe der eingeforderten Toleranz, seine Berechtigung findet.

Für mich ist klar – Der Toleranzgedanke ohne Festlegung von Grenzen ist keine Toleranz – Es ist Gleichgültigkeit!

Als PDF-Datei anzeigen



Seite zurück