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Was hilft Flüchtlingen am besten? Der Neoliberalismus!


(Beitrag vom 10.08.2015)

Wer glaubt denn heute noch so einen Quatsch?

Gerade habe ich zufällig einen Artikel aus "Die Welt" gelesen:

Überschrift "Was hilft Flüchtlingen am besten? Der Neoliberalismus!" vom 08.08.2015
und der Autor ist der stellvertretende Chefredakteur der Welt-Gruppe Ulf Poschardt.


Migration in einer Gesellschaft
Artikellink in "Der Welt":

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article144954231/Was-hilft-Fluechtlingen-am-besten-Der-Neoliberalismus.html

Hier macht der Autor für mich einen sehr massiven Fehler. Die Überschrift des Artikels enthält eine Frage und gibt gleichzeitig eine Antwort. Wen wundert es dann noch, wenn (oft aus dem rechten Lager oder der VT-Ecke)  von "Lügenpresse" geredet wird?


Bei dem Wort "Neoliberalismus" stellen sich bei mir schon reflexartig alle Nackenhaare hoch. Lese ich dann allerdings die nachfolgende ganz offene  Hommage an Kapitalismus und Neoliberaler Marktwirtschaft wird es für mich echt gruselig.

Wenn ich in dem Artikel lese: "Je besser unsere Wirtschaft läuft, desto leichter können wir Flüchtlinge integrieren." stellen sich mir doch prompt die Fragen:


  • Was hat Integration mit Wirtschaft zu tun?
  • Findet die Integration nicht in der Gesellschaft statt?
  • Ist es nicht so, das gerade diese, durch den kampagnenartigen Journalismus der BILD ebenfalls aus dem Haus der Springer-Presse („NEIN! Keine weiteren Milliarden für die gierigen Griechen“ oder "Verkauft doch eure Inseln ihr Pleite-Griechen") diffamieren Griechen, die ja wohl gerade nach Meinung des Springerhauses in Kapitalismus und Neoliberaler Marktwirtschaft versagt hatten, mit ganzem Herzen den Massenansturm von Flüchtlingen auf ihren vorgelagerten Inseln bewältigen?
     
Man lese nur weiter den Absatz:

"...Die Regulierung und Entflexibilisierung verhindern, dass viele der arbeitswilligen Migranten, die ihr gesamtes Hab und Gut für ein Leben in einer freien, kapitalistischen Gesellschaft riskiert haben, schnell Chancen auf Beschäftigung finden.....".

  • Man riskiert also alles um in einer freien, kapitalistischen Gesellschaft zu leben?
  • Seit wann ist Kapitalismus eine Gesellschaft?
  • Und wieso ist eigentlich die Verbindung von einer "Freien Gesellschaft" zu "Kapitalismus" gegeben, was hat das miteinander zu tun?


Der Kapitalismus als Wirtschaftssystem und eine freie Gesellschaft schließen sich m.E. sogar gegenseitig aus.
Ich vermute mal, hinter diesem Artikel sitzen wieder mal die gefährlichen Träumer der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" kurz "INSM". INSM ist ist eine im Jahr 2000 vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall gegründete und von Arbeitgeberverbänden allein in 2014 mit 6,9 Millionen (nach Steuern) geförderte Interessengemeinschaft, die mit sehr starker Medienpräsenz dafür sorgen soll, daß das neoliberale Glaubensgut in unserer Gesellschaft etabliert wird.

Und tatsächlich, wenn man über den Autor Ulf Poschardt in Verbindung mit der INSM nach recherchiert, es ist einfach unglaublich!

Dieser INSM hat nicht nur sehr viel Geld, sondern unterwandert auch die Presse um ihre Ideen von Neoliberalismus in die Welt zu tragen und das Volk weiter zu verblöden - Ganz toll!

http://www.insm.de/insm/Presse/Pressemeldungen/Hauptstadtforum.html





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