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Ich war Freimaurer von Burkhardt Gorissen - Der Versuch einer Rezension


(Beitrag vom 23.09.2012 korrigiert am 06.03.2018)

Dies ist meine Meinung vom 23.09.2009

Der Autor Burkhardt Gorissen hat in seinem Buch "Ich war Freimaurer" eines nicht beachtet, eine Auseinandersetzung über den Inhalt der Rituale ist für Außenstehende kaum nachzuvollziehen. Hier werden sehr schnell die Grenzen dessen erreicht, was man seinen Lesern zumuten kann. Dem interessierten Leser sei auch anzumerken, dass bestimmte Rituale (gerade die sehr detailliert beschriebenen Rituale des Hochgrades) von Teilen der Freimaurerei zumindest als sehr bedenkenswert angesehen und teilweise auch abgelehnt werden.



Die Auseinandersetzung mit der Freimaurerei im Allgemeinen kann aber durchaus öffentlich geschehen wobei auch hier zu bedenken ist, dass viele der internen Angelegenheiten für den interessierten Leser einfach nicht nachvollziehbar sind. Die namentliche Nennung der Logen ist allerdings ein wirklich nicht zu akzeptierendes Verhalten und mit den Grundsätzen unseres Bundes nicht vereinbar.

Burkhardt Gorissen - Ich war Freimaurer
 

Vorab:
Dieses Buch ist nicht geeignet für "profane" Leser hier ist es aus freimaurerischer Sicht eher kontraproduktiv aber für Brüder sollte es Pflichtlektüre sein, da es imstande ist, einem den Spiegel vorzuhalten.

Gerade für junge Brüder ist das Buch sehr interessant da es die Irrwege, die auch in der Freimaurerei auftreten können, am Beispiel von Burkhard Gorissen selbst sehr treffend aufzeichnet. Wie sagt der MvSt. am Ende des Rituals - Seid wachsam auf euch selbst!

Einige Brüder haben schon lange vor Erscheinen des Buches von Verräterschrift gesprochen/geschrieben ohne jemals eine Zeile gelesen zu haben.
Mal ganz ehrlich, ohne Voreingenommenheit und mit Abstand, woran erinnert euch so eine Art Vorgehen gegenüber "Abtrünnigen" aus einer Vereinigung?

Ich habe das Buch am 21.09.2009 bekommen, 20:00 Uhr geöffnet und 3:30 geschlossen. Selten habe ich in einem Buch so viele PostIt'shinterlassen (was bedeutet nochmals genau lesen!). Langweilig fand ich die Darstellung der Aufnahme, der Beförderung und der Erhebung (die ich auch teilweise überblätterte)
Auch wenn Ihr mich jetzt zumindest virtuell erschlagt, das interessanteste Freimaurer-Buch was ich je in den Händen hatte (Ich habe zwischen 15 und 20 derartige Bücher in den Jahren gesammelt und gelesen).

Hier zeigt sich meines Erachtens, wo die Probleme in der FM liegen. Quasireligiosität, nicht nachvollziehbare mystische Rituale (besonders in den Hochgraden), was dann dazu führt, die Freimaurerei als das zu betrachten, was sie nicht sein sollte - Eine Ersatzreligion.
Auch sehr selbstkritisch beschäftigt sich der Autor mit den oft sichtbaren Selbstdarstellern und Wichtigtuern in der Freimaurerei - wir begegnen denen in den Logen meist täglich.

Ich habe sämtliche Rituale des AASR gelesen, mich längere Zeit damit auseinander gesetzt und eine Meinung dazu gebildet.
Br. Gorissen beschreibt seinen Werdegang durch die einzelnen Grade des AASR und dokumentiert sie teilweise sehr treffend, teilweise leider für mich nicht ganz nachvollziehbar - muss ich an diesen Stellen nochmals lesen.

Die Querelen in seinen beiden Logen sind wie aus dem FM-Leben gegriffen und können gut nachvollzogen werden. Es ist aber sicher nicht freimaurerisch, die Namen der Logen in aller Öffentlichkeit zu nennen - Umschreibungen hierzu hätten durchaus genügt.

Seine Schilderung des Großlogentreffens kann, wenn alles stimmt, schon sehr zu Denken geben. Ein Teil der Maurer wird kostenfrei bewirtet und wohnen in einer bezahlten Suite, die andren zahlen alles selbst. Das Hofieren von bekannten "Persönlichkeiten" ist der Freimaurerei nicht würdig - als wenn wir selbst nicht mehr zu bieten hätten. Hier muss man sich die Frage stellen, was ist von dem "Auf gleicher Augenhöhe" übrig geblieben?

Der Autor beschreibt seinen Weg innerhalb der Freimaurerei, der auch durch eine sehr schnelle "freimaurerische Karriere" geprägt ist.

Es stellt sich die Frage, warum hat keiner der beteiligten Brüder die Gefahren dieser Entwicklung im Voraus gesehen?

Sein katholischer Freund, begleitet ihn bei seiner Selbstfindung, die dann leider mit der Deckung in der Freimaurerei und der Zuwendung zur katholischen Kirche endet.

Hier ist für mich der entscheidende Punkt:

  1. Der Autor hat die Freimaurerei nicht verstanden! Das „Erkenne Dich selbst“ hat er offenbar verwechselt.
  2. Er hat schmerzlich erfahren müssen, dass Freimaurerei keine Heilslehre ist.

Danach erst gibt es Brüder (auch durch ihren Weg über die Hochgrade geprägt), die die Freimaurerei verlassen um sich wieder in den Schoss der Kirche zu begeben.

Und nur deshalb gibt es die Diskrepanz zwischen Freimaurerei und Kirche, die dann Brüder nötigt, sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden.

Meiner Meinung nach muss die Freimaurerei von allen religiösen und abgehobenen mystischen Teilen befreit werden. Dann passieren solche Sachen nicht mehr und kein Mensch (Bruder) kommt auf die Idee, in der Freimaurerei eine Art Ersatzreligion zu suchen.

Die Freimaurerei ist gut beraten, sich nicht über die möglicherweise vorhandenen niederen Beweggründe des Autors aufzuregen, sondern sich intensiv mit dem Inhalt des Buches auseinander zu setzen. Alles Andere lenkt vom Wesentlichen ab und bringt uns nicht weiter!

 

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