Fakten zur Flüchtlingslage in Deutschland


(Beitrag vom 05.01.2016)

Ein wunderbarer Artikel von Andreas Guss:

Es ist bemerkenswert, wie viele Menschen über die Flüchtlingssituation reden und urteilen, obwohl  sie keinen Kontakt zu Aufnahmeeinrichtungen haben und ihre Augen vor den Fakten schließen.  Vermutlich leben sie in Enklaven der Glückseligkeit oder in Luftschlössern der Blindheit, die sie um
sich selbst errichtet haben.

Refugees welcome?

Ich habe mir daher vor Ort selbst ein Bild gemacht und bei der medizinischen Erstuntersuchung in einer Erst-Anlaufstelle mitgewirkt. Außerdem sammele ich seit mehreren Monaten Informationen aus erster Hand, sprich von Mitarbeitern des Sozialamtes, von Ehrenamtlichen in Auffanglagern,
von Mitarbeitern der Bundespolizei und des Zolls sowie des Sanitätspersonals, von denen übrigens alle ausnahmslos die gleiche Meinung vertreten, nämlich, dass die aktuelle Flüchtlingspolitik eine Fehlentscheidung darstellt. Keiner der vielen Bundespolizisten und Zöllner vertrat die Ansicht „Wir schaffen das“. Selbst eine Zollbeamtin, die sich als Sympathisantin von Frau Merkel bekannte, gab zu, dass die Kanzlerin mit ihrer Flüchtlingspolitik einen Fehler begangen habe.

Es ist nicht nur die Angst, wegen der vielen Missstände und Ungerechtigkeiten, in eine bedrohliche Krise abzurutschen, die bürgerkriegsähnliche Ausmaße annehmen könne, es handelt sich vor allem darum, dass die bisher langsam, über Jahrzehnte aufgebaute Akzeptanz von Fremden und
Farbigen mit einem Schlag zu Nichte gemacht wird. Durch den neu erzeugten Fremdenhass werden alle Ausländer, vor allem Farbige über einen Kamm geschert. Eine eskalierende Situation, unter der auch diejenigen leiden werden, die sich in unserem Land bestens integriert haben.
Da nützen auch keine Werbespots, in denen Musterbeispiele an Integration aufgefahren werden, denn dieser geringe Prozentsatz an gelungener Integration entspricht nicht einmal einem Prozent. Das ist vergleichbar mit dem einen oder anderen, der es in New York geschafft hat, den Fängen
der Bronx zu entschlüpfen, um sich seinen Lebensunterhalt unter menschenwürdigen Umständen zu verdienen. Das sind Ausnahmen, aber immerhin Anregungen, die jedem suggerieren „jeder kann es schaffen“. Doch die Realität lässt nur dem Begabten eine Chance, dem Underdog, der es
außerdem beherrscht, sich gut zu verkaufen. Die Mehrheit lebt weiter in Slums, in Ghettos wie die vielen verschwundenen nicht registrierten Migranten in Deutschland, die im Untergrund, sprich in Parallelgesellschaften leben.

Doch um zu wissen, wie man die vielen Asylbewerber integrieren könnte, muss man sich erst einmal im Klaren sein, welchen Background sie mitbringen, mit welchen ethnischen Besonderheiten und Konflikten sie beladen sind.

Es muss also analysiert werden, woher die Flüchtlinge tatsächlich kommen, handelt es sich hauptsächlich um Syrer, wie immer behauptet wird? Kommen da zu Scharen Facharbeiter? Haben wir es mit toleranten Menschen zu tun, die die Menschenrechte achten und gewillt sind, unsere
Kultur anzunehmen?
Neben denen aus den Balkanländern, deren Zustrom stark abnimmt, verteilen sich die Flüchtlinge hauptsächlich auf die Herkunftsländer Afghanistan, Irak, Iran, Äthiopien, Pakistan, Eritrea, Guinea, Nigeria, der Elfenbeinküste, Ghana, Marokko und Syrien. Die Syrer, deren Anteil an allen Flüchtlingen nicht mehr als 4 Prozent ausmacht, sind größtenteils sehr freundlich und machen einen gebildeten und kultivierten Eindruck. Etwa 10 Prozent der Syrer können jedoch keine Ausweispapiere vorzeigen. Bemerkenswert ist, dass bei diesen der allgemein gewonnene Eindruck über Syrer weniger zutrifft.

Der Großteil aller ankommenden Flüchtlinge, geschätzte 90 Prozent, sind junge kräftige Männer, von denen die große Mehrheit, etwa 80 Prozent, weder in der Lage sind, ihre Personalien zu belegen, noch eine Fachausbildung vorzuweisen. Allerdings erweisen sie sich als überwiegend
geduldig und fügsam. Auffallen tun natürlich, wie immer, die Ausnahmen. Oft sehr selbstbewusst, arrogant und fordernd bis hin zum Gegenteil, schüchtern bis ängstlich. Doch wie gesagt, das sind die Ausnahmen, die Masse stellt sich unauffällig dar, zumindest in den Erst-Anlaufstellen.
Nahezu allen jungen Männern gemein ist, dass sie modern angezogen sind, gut genährt, muskulös und durchtrainiert, einige wenige überernährt aber nicht ein einziger, der unterernährt aussieht.

Laut den Aussagen eines Mitarbeiters von einem Sozialamt (gehobene Beamtenlaufbahn), handelt es sich bei den Flüchtlingen, zumindest zu Beginn der großen Flüchtlingswelle, also in den Monaten August bis November 2015, meist um Angehörige der Oberschicht, weniger der Mittelschicht und fast keine aus den Unterschichten. Dies bestätigten mir auch Gruppenleiter der Bundespolizei.
Eine Schlussfolgerung, die eigentlich jedem, der sich noch seines ungetrübten Sachverstandes bedienen kann, einleuchten müsste. Die wirklich Armen können sich nämlich keine Flucht leisten, es sei denn, sie prostituieren sich.
Unabhängig davon steht jedem, auch den besser Betuchten das Recht zur Flucht zu, wenn um sie herum und über sie die Welt zusammenbricht. Wir würden unter gleichen Bedingungen, so unsere finanziellen Möglichkeiten dies zuließen, ja auch die Flucht ergreifen und wären dankbar, in einem
friedlichen und hilfsbereiten Land aufgenommen zu werden.
Die Ungerechtigkeit kommt allerdings dadurch zum Ausdruck, dass Personen aus der Ober- und Mittelschicht, die sich teure Kleidung, Fluchthelfer und Reisekosten leisten können vom deutschen Staat finanziell unterstützt werden. Wenn ein Flüchtling ca. 9,45 € Verpflegungsgeld erhält im
Gegensatz zu einem Hartz V- Empfänger, dem lediglich 4,25 € zustehen, tritt dieses Missverhältnis schmerzlich zutage. Die Wohnungsknappheit allgemein oder in Bezug auf Sozialwohnungen, von denen pro Jahr mindestens 400.000 fehlen, unterstreicht die soziale Schieflage noch deutlicher.

Bereits im Mai 2015 forderte der Bayerische Städtetag angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen, obwohl die damals noch nicht so drastisch zunahmen wie in der zweiten Jahreshälfte, mehr bezahlbaren Wohnraum in den Städten. Und das nicht nur für Asylbewerber.
Missklänge finden sich auch in der Handhabung zur Bezahlung von Wohnraum für Asylbewerber, durch die letztendlich Geschäftemacher profitieren. So zahlen die Kommunen neben Umbaumaßnahmen pro Person und Tag ca. 30 €, wobei 7 m² Wohnraum pro Person ausreichen.
Dass durch derartige Maßnahmen die Mieten in die Höhe schießen, trotz Deckelung, bzw. kaum Wohnraum zur Verfügung steht, ist nicht verwunderlich.

Die großen Leidtragenden sind wie immer die wirklich Hilfebedürftigen. Sie gehen unter in der Masse, denn es sind die Stillen, die Genügsamen, die Dankbaren, diejenigen, die vor ihren Peinigern geflohen sind und nun erleben müssen, wie einige dieser Peiniger, nämlich Angehörige korrupter Beamter und Politiker, sie überholten und sich wieder in ihrer Nähe aufhalten, wieder da sind, sie zu unterdrücken und auszunutzen.
Fakt ist, dass durch den massiven Zustrom es unmöglich ist, sich denen entsprechend zu widmen, die unserer Hilfe am Nötigsten bedürfen. Zu viele halten die Hände auf, drängeln, fordern und schmälern den Anteil am Kuchen. Es ist teils erschreckend unter welchen Bedingungen Menschen, Kinder ohne Begleitung und schwangere Frauen die Strapazen der langen Reise auf sich nehmen.
So musste eine hochschwangere Frau, bei der in der Erst-Anlaufstelle die Wehen einsetzten, in die Klinik überführt werden. Schenkt man ihren Aussagen Glauben, so floh sie allein, nachdem man ihr Kind gekidnappt hat. Nirgendwo in der EU hat sie Angehörige, nur begleitet und betreut von Mitflüchtlingen. Was für ein Mut, was für eine Verzweiflung muss diese Frau getrieben haben.
Es ist erschütternd, genauso wenn man die Kleinkinder sieht. Das sind Menschen, denen unsere Fürsorge gelten sollte, die bevorzugt versorgt werden sollten. Aber in der Masse gehen sie einfach unter, werden zu Nummern, RW 16 oder RN 6, ja nach der Reihe.
Im Zuge der Schnellverfahren, teils unterkühlt abgehandelt und von überlastetem Personal nicht immer adäquat behandelt, fühlen sich diese keineswegs als willkommen. Den anderen, den jungen Männern ist das egal, sie verfolgen klare Ziele, haben ihre Kontakte und Netzwerke und vor allem Zugang zu finanziellen Mitteln.

Uns muss bewusst sein, dass die Kapital- und Personalbindung durch unberechtigte Asylsuchende zu Lasten jener wirklich Hilfebedürftigen geht. Dies zu beobachten, zu erkennen und gleichzeitig zu sehen, wie einem die Hände gebunden sind, wie einem das Wort verboten wird, schmerzt.
Mehr noch, es frustriert, lässt einen die Ohnmacht spüren, die einem politische und mediale Bandagen verursachen.
Über allem steht neben der Blindheit vieler Politiker ihre Heuchelei.
Forderte Österreichs Kanzler Werner Faymann doch am 17.12.2015 in "Die Welt“ lautstark: "Wenn EU-Länder sich gegen eine
gerechte Flüchtlingsverteilung sperren, sollen sie finanzielle Folgen spüren!"

Und was tut er oder lässt es billigend geschehen? Österreich schickt auch die Flüchtlinge nach Deutschland weiter, die in Österreich bleiben wollen, weil dort teilweise ihre Familienangehörigen leben.

So vielschichtig ist Politik auszulegen, nämlich wie man es eben gerade braucht.


Quelle:

Andreas Gruss http://www.lightways.de


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