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Schuldenstreit Griechenlands kein Ende der Krise in Sicht?


(Beitrag vom 26.06.2015 korrigiert am 22.06.2017)

Warum wird es auch nach dem so oder so beendeten Schuldenstreit Griechenlands und der EU kein Ende der uns alle betreffenden Wirtschafts- und Finanzkrise geben?

Unser menschliches Miteinander wird gegenwärtig immer deutlicher von der allgemeinen Krise der globalisierten Weltwirtschaft geprägt. Akut äußert sich diese im Wirtschaftsraum der Europäischen Währungsunion als Schulden- und Bankenkrise als massive Rezession und als Krise der Eurozone insgesamt.
Der internationale Konkurrenzkampf erhält immer mehr globale Züge und nimmt auf allen wichtigen ökonomischen Feldern an Schärfe und Druck zu. Der globale Charakter egoistischer Konkurrenz um profitable Wirtschaftsstandorte und strategische Einflusssphären sowie die heute tendenziell unbegrenzte Kapital- und Standortmobilität führen zu Einschnitten in den Nationalökonomien wie zu Veränderungen bisheriger Wirtschaftsstrukturen und Steuerungsmechanismen. Die Unsicherheiten der Wirtschafts- und Sozialentwicklung spitzen sich zu. Möglichkeiten der Produktivkraftentwicklung werden einseitig für radikale Kostensenkungen und Einsparungen von Arbeitsplätzen eingesetzt, um die Kapitalverwertung zu verbessern und die internationalen Konkurrenzpositionen des Kapitals zu stärken.

Überall in der globalisierten Welt erfolgt die relative Loslösung der monetären Sphäre von derRealökonomie. Die hohen Renditen der Geldanlagen, die Labilität und die Erschütterungen der internationalen Finanzmärkte sowie anhaltende Währungsturbulenzen beeinträchtigen die realwirtschaftliche Entwicklung. Die Internationalisierung der Wirtschaftsbeziehungen und die Vertiefung der ökonomischen Integration im Rahmen der Wirtschaftsblöcke geraten in immer krasseren Widerspruch zu deren Unwirksamkeit bei der notwendigen gemeinsamen Lösung von internationalen Problemen, vor allem der Abrüstung und Friedenssicherung, der Erhaltung der natürlichen Umwelt, der Sicherung sozialer Mindeststandards sowie insgesamt bei dringlichem Krisenmanagement.

Europaweite Armut Nicht nur in Griechenland sondern auch in Deutschland
 
Auf die größeren Herausforderungen und Probleme reagieren die Regierungen und die Unternehmerverbände im Innern mit dem Angriff auf den Sozialstaat und nach außen mit verstärkten Bemühungen, die politische und militärische Präsenz der führenden kapitalistisch wirtschaftenden Staaten in der Weltpolitik und deren ökonomische Vormachtstellung zu erhöhen, ohne dass wirksame Beiträge zur Lösung der realen Konflikte geleistet oder auch nur Konzepte hierfür erarbeitet werden.

Das ätzende neoliberale und menschenverachtende Gedankengut hat schon längst ALLE Bereiche unserer Gesellschaft okkupiert und zwar in unserem Land, in Europa und sogar schon weltweit. Dafür werden alle möglichen Register gezogen, solche quasi wissenschaftlichen Lobbyorganisationen wie z.B. der INSM aus dem Boden gestampft um mit guter Finanzdecke ausgestattet sehr medienwirksam diese blödsinnigen Ideen unter das auch schon eingelullte Volk zu streuen.

Welche Auswirkungen das hat, sieht man doch, wenn man sich die aktuelle "Griechenlandkrise" die in Wirklichkeit eine Systemkrise ist, betrachtet.

Hier wird versucht, mit Gewalt durch Druck, Diffamierung, TEILWEISE auch durch Medien diese beiden (mir sehr sympathischen) Griechen Alexis Tsipras und seinen parteilosen Finanzminister Yanis Varoufakis, die sich so stark und mutig vor ihrVolk stellen, klein zu halten.

Man muss sie fertig machen und zeigen, dass es so nicht geht, wäre ja auch noch schöner, wenn auf einmal andere Völker auf dieselbe Idee kämen und merken würden, welche Fehler im System stecken und Wege aufgezeigt bekommen, wie man sie beseitigen kann.

Die griechische Regierung und die Menschen, die sie wählten haben es erkannt und handeln dem entsprechend: Wir Menschen stehen vor der gewaltigen Herausforderung das Leben auf unserem Heimatplaneten Erde und unser menschliches Dasein in solidarischem Zusammenwirken vor dem Verfall zu bewahren. Die Freiheit zum Handeln gibt uns keiner, aber mit Willen und Engagement können wir sie uns nehmen.

Wie die Vergangenheit zeigte, werden politische Entscheidungen schon lange nicht mehr an der Wahlurne getätigt. Wir MÜSSEN uns die Freiheit zum Handeln nehmen. Die Weltbevölkerung darf sich nicht die Lebensgrundlagen von einigenwenigen, teilweise bornierten und oft von der Wirtschaft abhängigen Politikern nehmen lassen!

Ich sage es immer wieder, bis Mitte der 80'er Jahre war ich froh, in diesem Land zu leben und habe mir kaum Sorgen gemacht. Auch fühlte ich mich als Bürger noch ernst genommen.

Wenn ich heute zurück denke, es war die Zeit der großen Demonstrationen (Anti-Atom, Pershing) in der es noch Hunderttausende auf die Strasse geschafft haben.

Zu dieser Zeit hat man uns noch zugehört weil wir wussten, wie wir uns eine Stimme verschaffen können. Heutehingegen sind die meisten Menschen eingelullt - eingespannt durch Doppelarbeit und reiben sich meist auf zwischen Kindern, Arbeitsplatz(sogar Arbeitsplätzen) und Zukunftsängsten. - Schön eingefädelt haben sie das!

Eine Generation nur hat es gedauert um unser Land so nachhaltig zu verändern obwohl doch Ende der 80'er nochmals eine riesige Menge mutiger Menschen in der ehemaligen DDR auch ihre Kraft bemerkt hatten.

Nach der "Wiedervereinigung" oder sollte ich besser Aufnahme der neuen Bundesländer sagen, hat sich alles verändert. Der Ostblock bricht zusammen und der Kapitalismus zeigt uns sein wahres Gesicht - keine Konkurrenz mehr da.

Die Krönung setzten dem allen die "Sozial"demokraten auf mit ihrer Agenda 2010. Unter dieser kalten, wirtschaftshörigen,neoliberalen und menschenverachtenden Politik leiden wir und ganz Europa noch Heute - keine Ahnung, ob das jemals wieder umzukehren ist.

Wenn überhaupt, gibt es da nur einen Weg – Das ist die Strasse. Man stelle sich einmal vor, nur 10% der Bevölkerung versammeln sich einmal friedlich in Berlin um ihre Meinung kund zu tun.



Nachtrag vom 27.06.2015:


Jetzt schlägt's doch tatsächlich 13!

Da möchte dieser griechische Demokrat Tsipras (klar einer von den Linken) dieses neuerliche "Rettungspaket" der letzten Minute mit dem er immerhin 5 Monate seine Schulden bei den Banken (Stimmt ja kaum mehr, ist ja auf die Staaten umgeschuldet) tilgen könnte und da sagt dieser freche Kerl doch tatsächlich, er möchte das Volk befragen.

Das wird sicherlich nicht auf Gegenliebe stoßen in einer EU in der der größte Teil der Völker (wie wir) zu dumm sind, sogar über eine eigene EU-Verfassung abzustimmen. Auch das könnte schlafende Hunde wecken!

Ich denke, ich habe mich mal wieder falsch ausgedrückt.
In unserem Land ist doch klar, das Deutsche Volk hatte sich ganz bewusst für eine repräsentativen Demokratie OHNE Vetorecht entschieden. (Reiner Sarkasmus - anders kann ich das leider nicht mehr ertragen)
Dies wurde uns am 23. Mai 1949 verkündet und das soll auch so bleiben.

Ist ja auch so bei der Wiedervereinigung. Nach Artikel 146 des immer noch gültigen Grundgesetzes sollte das vereinte Deutsche Volk über eine gemeinsame Verfassung entscheiden.
Entschieden hat Kohl und seine Mitstreiter für uns ALLE - Wir brauchen das nicht!



Inspiration durch Texte von Fank Nöthlich:

Frank Nöthlich  ist Autor des Buches UNSERE WELT – DAS MORGEN SCHON IM HEUTE. MÜHLHÄUSER BRIEFE 2010 – 2013, indem er darauf aufmerksam macht, dass das gegenwärtige Geschehen vorhersehbar war. Er betrachtet und kommentiert in dem Buch sehr treffend das Weltgeschehen von 2010 bis2013.


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