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Ein neues Wirtschaftssystem ist nötig!


(Beitrag vom 13.11.2010 korrigiert am 03.09.2012)

Aus einem öffentlichen Vortrag in einer Freimaurerloge vom 12.11.2010.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Brüder,

mein heutiger Vortrag hat den Titel „Ein neues Wirtschaftssystem ist nötig!“
Vorab eine Erklärung, warum ich die Welt so begreife, wie ich sie sehe und fühle.

Wir sind Mitglieder einer humanitären, sich dem Humanismus und der Aufklärung verpflichteten Freimaurerloge.

Humanität ist die praktische Umsetzung der Ideen des Humanismus. Dazu gehören Güte, Freundlichkeit und ein Mitgefühl für die Schwächen der Menschen, das Erkennen seiner selbst in seiner Bedeutung und Verantwortung für das Ganze und sich selbst in seinen Mitmenschen wiederzufinden.

In diesem Sinn möchte ich meine Verpflichtung, die daraus entsteht ernst nehmen und versuchen, die Welt aus diesem Blickwinkel betrachten.

Ein „Neues Wirtschaftssystem ist nötig“ so einfach, wie dieser Satz klingt, so schwer ist allein das Begreifen der Regeln, die da wirken und um so schwerer ist auch eine mögliche Umsetzung dieser Forderung.

Wenn man versucht, unser Wirtschaftssystem intellektuell zu begreifen, wird man zwangsläufig scheitern. Ich glaube, dass ist im vollen Umfang einfach nicht mehr möglich und es wundert mich immer wieder aufs Neue, wie uns die „Experten“ aus Politik und Wirtschaft unter Vorlage schöner bunter, kaum nachprüfbarer Statistiken weismachen wollen - sie könnten es. Ich glaube, dass ist auch ein Grund, warum uns bei deren Äußerungen ein ungutes „Bauchgefühl“ befällt und in unserem tiefsten Inneren Barrieren gegen die Glaubwürdigkeit solcher Aussagen und den Systemen die dahinterstehen, aufgebaut werden.

Da gibt es Experten, die behaupten, jeder Mensch ist für sich in der Lage, durch sein Verhalten als Verbraucher einen Einfluss auf das Wirtschaftssystem zu haben. Wir sollten die Märkte weitestgehend ohne regulierende Eingriffe des Staates ihren eigenen Kräften überlassen, meinen sie.

Die Märkte regulieren sich allein über den Preis, über die Gewinne, künstliche spekulative, zunehmend auch reale Rohstoffverknappung und meist über Spekulationen. Alles, was im Handel auftaucht, wird rein als Ware begriffen, aus der man eine Wertschöpfung (ein anderes, verschleierndes Wort für Gewinn) erreichen kann. Es wird nicht als dieses wunderbare und einzigartige Tier oder dieser, uns erst das Leben auf diesem Planeten ermöglichende, Regenwald verstanden. Die Börsencomputer, die weitestgehend den Handel (meist auch ohne menschliche Eingriffe vollkommen selbstständig nach mathematischen, kalten logischen Regeln für Maximalgewinne) in Sekundenbruchteilen entscheiden, können da keine Unterschiede machen. Es ist ihnen nicht möglich - weil sie kein Bewusstsein haben und das Leben in seiner vollendeten Form nie begreifen werden.

In den Regularien der Märkte kommt der Mensch, nicht vor – höchstens seine mit enormen und oft auch unverhältnismäßigem Marketingaufwand - zu weckenden Bedürfnisse als Verbraucher. Ist das wirklich gewollt?

Klar können wir als Verbraucher, wie es einige wenige machen, jetzt sagen, wir essen kein Fleisch mehr und wir kaufen keine Möbel aus Tropenhölzern. Aber ändert das wirklich etwas?

Welcher Verbraucher erkennt noch, dass sich hinter dem Sushi, was er gerade verzehrt, ein Artensterben ohne Gleichen (dies hat sich, was den Tunfisch betrifft, erst in den letzten 10 Jahren in dieser massiven Form entwickelt) verbirgt?

Welcher Verbraucher erkennt schon, das dieser aus Biofarmen und damit angeblich die Fischbestände schonende Biolachs, pro Kilo mit dem 5 bis 10 fachen aus den Weltmeeren gefischten Sardinen gefüttert wird?

Welcher Verbraucher erkennt schon, dass die Jeans, die er für sehr viel Geld in seinem Geschäft erwirbt, in Wirklichkeit ein „Billigprodukt“ aus Asien ist und teilweise unter menschenunwürdigen und den Menschen und sein Leben verachtenden Bedingungen hergestellt wird?

Welcher Verbraucher begreift schon, dass sein neuer Elektrorasierer mit jeder Rasur über den Stromverbrauch den gefährlichsten, jemals existierenden und wider dem Leben wirkende radioaktive Stoff auf dieser Erde erzeugt? 40.000 Generationen nach uns werden dafür noch bezahlen müssen. (Diese Zeitspanne in die Vergangenheit betrachtet, findet sich kein homo sapiens auf dieser Erde, der homo erectus durchstreifte in kleinen Gruppen sehr begrenzte Bereiches dieses Planeten). Ich würde die Castoren in einem riesigen Bunker mitten in unserem Land mit Mahntafeln bestückt und für den Notfall immer greifbar lagern. Auf den Mahntafeln sollte u.A. stehen : „Hier haben Menschen sich in ihrer Selbstüberschätzung und Technikgläubigkeit geirrt“. Unter der Erde verstecken ist nicht die Lösung.

Welcher Verbraucher kennt schon die Inhaltsstoffe seiner „Nahrungsmittel“ die ohne Nebenwirkungen zu nennen den Beipackzetteln von Arzneimittel gleich, in möglichst kleiner Schrift gekennzeichnet sind?

Nach tagelanger Beschäftigung mit diesem Thema habe ich für mich erkannt, das Wirtschaftssystem, die Politik und unsere Gesellschaft sind untrennbar miteinander verbunden. Jede Bewegung, jede Änderung in einem dieser Systeme hat Einfluss auf die anderen beiden. Dazu kommt noch, die Märkte sind global, die Gesellschaft und die Politik begreift sich weitestgehend immer noch als National.

Mir kann kein Mensch und keine Expertengruppe erklären, das dies noch zu begreifen ist, die Systeme haben sich in gewisser Art zu Selbstläufern entwickelt - sie sind kaum mehr steuerbar.
Meiner Meinung nach hat sich der Mensch längst vom homo sapiens zum homo oeconomicus entwickelt ohne wirklich zu begreifen, was mit ihm geschieht. Daraus resultiert teilweise auch das tiefe Misstrauen ganzer Bevölkerungsgruppen (69  Prozent) in die Entscheidungsträger von Politik und Wirtschaft sowie in die sozialen Sicherungssysteme. Nur 31 Prozent haben weiterhin Vertrauen und hoffen auf eine Verbesserung des bestehenden Systems

Noch einige Bemerkungen zu den Begrifflichkeiten.

Der Kapitalismus. Da dieses Wort negativ belastet ist, nennen wir dieses Wirtschaftssystem  heute einfach Marktwirtschaft, was aber letztendlich das gleiche System beschreibt.
Dies können wir natürlich auch nicht so stehen lassen, wir geben dieser Marktwirtschaft noch ein Attribut und nennen sie fortan „Soziale Marktwirtschaft“. Dies ist zu Zeiten des Kalten Krieges entstanden - wir hatten es ja schließlich auf der Gegenseite mit Kommunismus und Sozialismus zu tun.

Das System hat, bis auf einige Ausreißer zumindest in unserem Land bis zur Wiedervereinigung relativ gut funktioniert. Doch nach dem Zusammenbruch des Ostblocks gab es plötzlich keine Konkurrenz mehr zu diesem Wirtschaftssystem. Es tobt sich aus und spätestens mit der Bankenkrise zeigte es uns sein wahres Gesicht.

Alle von diesem System beherrschten Staaten mussten sich auf Generationen hinaus verschulden um das System zu stützen und das ohne Gegenleistung. Niemand wurde dafür in Verantwortung oder gar in Haftung genommen. Zum Beispiel bürgen wir, teilweise öffentlich bekannt, mit etwa 200 Milliarden Eur für den EU-Rettungsschirm. Kaum bekannt ist, dass die EZB (Europäische Zentralbank) anteilig für unser Land über 400 Milliarden EUR an "giftigen" Staatsanleihen gekauft hat. Damit rettet man hauptsächlich die Banken und Versicherungen, die bisher Inhaber dieser womöglich wertlosen Staatsanleihen waren. Geht einer dieser Statten in Insolvenz (was ja auch schon diskutiert wird) müssen die Staatsbürger unseres Landes zusätzlich auch für diese Schulden haften. Die innländischen Banken, Versicherungen etc. (also die Mitverursacher dieser Krise) bleiben weitestgehend verschont, da sie ja nur zum geringen Teil am Steueraufkommen beteidigt sind.

Bei näherer Betrachtungsweise müssten wir sagen, nicht nur die Wirtschaftssysteme des Ostblocks haben versagt, sondern auch unser eigenes. Davon will aber kaum einer etwas wissen. Im Wesentlichen machen wir so weiter wie bisher. Zur menschlichen Krisenbewältigung und für das Vergessen haben wir heute zumindest in den Schlagzeilen eben wieder einmal Wachstumszahlen wie vor der Krise - das lenkt ab.
Heute gibt es auch etliche Verfechter dieses Systems, die sogar eine weitestgehende Aufhebung der staatlichen Regulierungsmaßnahmen fordern. Mit fortschreitendem Erfolg. Wer kümmert sich dann um das Attribut „Sozial“, oder können wir das jetzt einfach ganz vergessen ?

Das kann man nicht dem System überlassen. Die Aktienkurse kennen keine Parameter die Sozial oder Menschlich enthalten. Es kann nicht sein, dass mit Spekulationen weit mehr Geld verdient werden kann als mit ehrlicher Arbeit. Es kann auch nicht sein, das der Kauf jedes Lebensmittels versteuert wird, Spekulationen aber nicht.

Wenn wir uns auf unser heutiges Wirtschaftssystem einlassen, werden wir einige scheinbare Vorteile aber auch jede Menge Nachteile finden.

Zu den oft gehörten Vorteilen des Systems zählt - Wettbewerb fördert die Entwicklung.
Dies kann so sein. Allerdings bleiben hier auch oft Menschen und ganze Völker auf der Strecke. Was passiert mit denen?

Und ist es nicht legitim, dass es für einzelne Menschen einfach nicht zur Lebensaufgabe gehört, sich bedingungslos dem Wettbewerb des ständigen Wachstums zu stellen?
Wo endet der gesunde Wettbewerb zwischen den Staaten, ab wann ist es Krieg und wer bestimmt das?

Oft bekommt man auch zu hören – Uns geht es doch so gut wie nie zuvor.
Wirtschaftlich betrachtet trifft das wahrscheinlich sogar zu. Aber auch hier sei die Frage gestattet, Geht es auch unseren Seelen und unserer Umwelt gut?

Noch nie in unserer aufgezeichneten Geschichte hat es so viele psychisch kranke Menschen in unserer Gesellschaft gegeben. Die Zahl der Ehescheidungen steigt stetig an während die der Eheschließungen abnimmt. Junge und auch alte Menschen machen sich zusehends Angst um ihre Zukunft. Junge Menschen müssen sich darauf einstellen, dass sie u.U. mehrfach in ihrem Leben ihren ausgeübten Beruf ändern müssen. Sie müssen auch mit Zeiten rechnen, in denen sie einfach nicht gebraucht werden. Sie sind dann sozusagen überflüssig im System. Die Kosten, die unserer Staat für die Erhaltung des Systems fordert oder benötigt sind exorbitant gestiegen. Neben den Ausgaben für die staatlichen Sozialsysteme, Steuern und Gemeindeabgaben sind die Menschen aufgefordert zusätzliche Rücklagen für ihre persönliche Alterssicherung und Pflege zu bilden. Wovon fragt kaum einer.

Für alte, selbst kaum pflegebedürftige Menschen, sind die Pflegeplätze unerschwinglich geworden. Weit über 2000,-EUR monatl. werden bereits in der untersten Pflegestufe verlangt. Wer kann das von seiner Rente bezahlen?
Altersarmut, das Gefühl des Ausgeliefertseins und der Nutzlosigkeit nach einem langen Arbeitsleben sind vorprogrammiert - für fast jeden von uns.

Die Kosten für das Gesellschaftssystem sowie die Lebenserhaltungskosten steigen trotz wirtschaftlichem Wachstums dramatisch bei gleichzeitig sinkenden Löhnen an.
 
Die einzige Lösung hierfür schien die wirtschaftliche Emanzipation der Frauen zu sein. Viele Frauen verließen ihre bisherige Aufgabe, sich um Kinder und Familie zu kümmern, sie drängten in die Wirtschaft und versuchten es den Männern gleich zu tun. Sie traten praktisch in Konkurrenz zu den Männern um die immer weniger werdenden gut bezahlten Stellen. Damit das auch klappt, wurden Quotenregelungen eingeführt, der Schrei nach Tageskindergärten und Tagesschulen wird immer lauter. Auch diese Kosten wieder Geld, was fehlt – Der Staat muss weiter zugreifen. Ich meine natürlich nicht, dass man Frauen den Weg in einen Beruf verwehren darf, aber man bietet kaum andere Entscheidungsmöglichkeiten. Noch in den 80’er Jahren war es für fast jeden Mann möglich, eine ganze Familie mit seinem Einkommen zu ernähren. Heute kaum.

Auch durch die ständigen Forderungen der Politik nach Eigeninitiative:

  • Jeder muss sich um seine Alterssicherung selbst kümmern wie z.B. zusätzliche Riester Rente
  • Private Zusatzversicherungen in den Krankenkassen weil nicht mehr alle Leistungen gesetzlich abgesichert sind.
  • Private Zusatzpflegeversicherung.
  • Herauslösung der Arbeitgeber an zukünftigen Erhöhungen der Versicherungsbeiträge.
  • Nichtbeteiligung der Privatversicherten am Kassensystem.

Die durch die neo-liberale Politik geforderte EGO-Zentrierung, der gebetsmühlenartig formulierten Fokussierung auf die Eigenverantwortung wird der Blick auf das Ganze und die Verantwortung für die Gesellschaft zusehends verwässert. So zerstören wir den Grundgedanken jeder humanen Gesellschaft und mit den Familien zerstören wir die kleinsten Zellen der Gesellschaft, meiner Meinung nach die Orte, die Kinder brauchen um ein gewisses Maß an Geborgenheit zu finden. Man fokussiert die Verantwortung für das Funktionieren der Gesellschaft auf den einzelnen Menschen (meint aber in Wirklichkeit die Unterstützung der Versicherungskonzerne).

Ich bemerke in meiner Umwelt, dass sich viele junge Familien oft nur noch über ihre Kinder definieren. Sie stellen ihre Kinder in den Mittelpunkt. Das schlägt sich auch in unserem Sprachgebrauch nieder. Den Ausdruck „Kinder bespassen“ kannte ich in meinem Leben mit im Hause lebenden Kindern nicht. Familienverbände werden nicht mehr als das begriffen, was sie einmal waren. Jeder ist für den Anderen verantwortlich und lebt in dem sicheren Gefühl - man ist nicht allein und kann sich auf den Partner verlassen.

Auch die jungen Familien, die sich bewusst für den konservativen Weg entscheiden, haben es nicht leichter. Die jungen Familienväter/mütter kommen ausgebrannt, von Existenzsorgen (wie ich sie in meinem Leben auch nie kannte) geplagt nach Hause. Heute haben sie keine Garantien mehr auf ihren Arbeitsplatz, auf eine gute Bezahlung. Der einzelne Mensch zählt nichts mehr in diesem Getriebe. Ich glaube, das belastet viel mehr, als hohe Ansprüche an Arbeitsleistung. Der Burn-Out und die sogenannten Zivilisationskrankheiten sind vorprogrammiert.

Unbestritten ist, dass die noch bestehenden Sozialsysteme auch ausgenutzt werden. Aber ist das der wirkliche Grund dafür, sie schleichend und unaufhörlich abzuschaffen?

Eine gesunde Gesellschaft hat sich als Zweckgemeinschaft zu begreifen in dem der Starke seiner Verantwortung bewusst ganz selbstverständlich für den Schwächeren eintritt.

Mehr als 13 Prozent (81 Millionen ) der Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf der ganzen Welt haben keine Arbeit. Das ist die Bilanz der Arbeitsorganisation ILO der Vereinten Nationen. Die Zahl steuert auf den Höchststand seit dem zweiten Weltkrieg zu.

Wirtschaft ist nicht Zweck, sondern Mittel zum Zweck. Der Mensch und seine Umwelt müssen im Mittelpunkt allen wirtschaftlichen Handelns stehen. Das Wirtschaftssystem darf nicht missbraucht werden, um Menschenrechte auszuhebeln oder Macht unfair zu verteilen. Die Wirtschaft ist für die Menschen da und nicht umgekehrt. Es ist m.E. auch kaum zu glauben, dass in den Bereichen der Ökologie betreffenden Studienzweigen Ethik kein fester Bestandteil ist.

Ich habe in den letzten Jahren meines Daseins als Angestellter mehrfach erfahren, wie „meine Firma“ verkauft wurde, wie sich Unternehmensberater die Klinke in die Hand gaben. Ihr erster Weg war immer in die Personalabteilung. Ihr Fokus richtete sich sofort speziell auf die „Human Ressources“ als Kostenfaktor.

Merken sie etwas, ich sage immer noch „Meine Firma“ das ist einfach noch so drin, weil ich mich in meinem Arbeitsleben immer mit „Meiner Firma“ identifizieren konnte. Ich glaube, das gelingt heute nur noch wenigen. Sicher tauchte mein Gehalt in den Bilanzen auf, aber es wurde nicht von anonymen Beratern, als einfacher Passivposten betrachtet. Die damaligen, mir übergeordneten Entscheider kannten mich persönlich, kannten meine Einstellung und meine Leistungen für das Unternehmen. Sie haben versucht, in mir den Menschen als hoffentlich wichtiger Bestandteil des Unternehmens zu sehen. Genauso, wie ich es mit meinen Mitarbeitern versucht habe.

Nun zurück zu meiner Behauptung „Ein neues Wirtschaftssystem ist nötig!“.
Ich stehe nach wie vor dazu auch ohne genau beschreiben zu können, wie es nun letztendlich auszusehen hat. Eins habe ich allerdings für mich erkannt: Nicht nur ein neues Wirtschaftssystem muss her sondern auch eine neue, den Bedürfnissen der Bürger zu gewendete, Politik und eine neue Einstellung zur Gesellschaft.

Dies zu begreifen, dafür sind wir angetreten (auch in unserem Bund). Wir sollten es als unsere Aufgabe verstehen, den alten, für mich unvergänglichen Werten die in Humanität, Humanismus und Aufklärung stecken, wieder zu vertrauen.

Nicht alles darf dem Zeitgeist geopfert werden.

Wir sollten unserer Tun und Handeln, unsere innere Einstellung und Überzeugungen nicht den Zielen der Märkte, der Politik oder anderen Akteuren der Weltgeschichte unterordnen.
Wir gemeinsam, unsere Umwelt und unserer gesamter Planet, für den wir gerade im Zeichen der Globalisierung und fortschreitender Technisierung mehr und mehr Verantwortung tragen, sind ein homogener sehr verletzlicher Organismus in den unendlichen, meist lebensfeindlichen Tiefen des Alls.

Ein gut gemeiner Rat zum Schluss:
Versuchen sie nicht, die Systeme in ihrer Ganzheit intellektuell zu begreifen, es wird ihnen kaum gelingen. Glauben Sie nicht bedingungslos den Experten aus Politik, Wirtschaft und den Medien. Nehmen sie keine Statistiken oder Erklärungsversuche (auch die heute gehörte) als Wahrheiten an.

Fühlen Sie sich ein und hören Sie auf ihr Herz. Tauschen sie sich mit den Menschen in ihrem Umfeld aus. Kollektive Erfahrungen sind es, die wir brauchen.

Nur so hat das Leben hier auf dieser blauen Insel eine Chance.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!



Nachtrag vom 12.01.2012: Der Song/Film zur Bankenrettung hier:
http://www.youtube.com/watch?v=ZTF9ybhNPOQ&feature=youtu.be

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