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Meine Bemerkungen zu 2014, was für unser Land wohl in Frieden enden wird.


(Beitrag vom 18.12.2014 korrigiert am 22.06.2017)

Aber viele Menschen auf dieser Welt weiterhin die kalte Macht der Kriege spüren lässt. Am erschreckendsten empfinde ich dabei, das viele Familien den Winter in Zelten und Notunterkünften verbringen müssen - Die Politik unseres Landes erkennt das nicht, im Gegenteil, sie lässt die Säbel wieder rasseln - Als wenn wir nichts gelernt hätten. Selbst unser Volkspfarrer, der "Friedenskämpfer" Gauck ist mit dabei. Nicht, das wir diesen Menschen kaum helfen, wir liefern weiterhin ganz unschuldig als drittgrößter Waffenexporteur der Welt die Grundlagen dafür, daß dieser Wahnsinn streng nach dem Motto "business is usual" niemals enden wird.


Ehrlich gesagt, manchmal fühle ich mich im Kreis dieser Humanistennetzwerke (zu denen ich auch die Freimaurer zählen möchte) in denen ich angeschlossen bin, dieser Gutmenschen, die offensichtlich nur ein Faible für Minderheiten  oder das eigene Ego entfalten können, nicht mehr so richtig wohl.

Ich finde, daß jeder Humanist die zur Zeit geltenden Marktgesetze in Frage stellen müsste, auch wenn es ihm im Moment wirtschaftlich noch gut geht, womöglich weil man in irgend einer wie auch immer gearteten Beziehung steht, zu zweit arbeitet und keine Kinder hat.

Das System ist im Grundsatz gegen den Menschen (z.T. Ausbeutung durch Lohnstückkostensenkung, Ausspielung ganzer Bevölkerungsgruppen durch Globalisierung, Abhängigkeit durch Finanzmärkte etc. ) und auch gegen die Erde durch Ressourcenverschwendung und Sicherung wegen des zwingend notwendigen Wachstumsglauben gerichtet. Auch die demokratischen Systeme werden notwendigerweise ausgehebelt über TTIP und CETA keine Frage. Schafft man das nicht über die Parlamente geht es über den Brüsseler Umweg.

Auch die Humanisten leben ein Nischenleben in dieser virtuellen Welt des Facebook und anderen social networks ich vermisse sie im realen Leben und auch lautstark ihre Wünsche äußernd. Vor mehr als einem Jahr ging mit Recht eine Welle der Entrüstung durch deren Reihen als es um die Beschneidung kleiner Jungen ging.

Hat sich das jetzt erledigt?
Kommen wir wieder zur Tagesordnung?
Oder, wie geht es jetzt eigentlich mit diesem Thema weiter?.

Die Beschneidungsdebatte hätte sie alle (auch mich) auf die Straße bringen müssen und die war noch nicht mal politisch in eine Richtung zu drängen.


Krieg und die Not der Völker 

Ehrlich gesagt, ich bin sogar froh, daß sich jemand in unserer verschlafenden, von Mutti Merkel geschützten Republik, noch auf die Straße wagt. Auch wenn die Gedanken hinter Pegida womöglich nicht ganz lauter sind. Wie verhält es sich aber mit diesen kleinen Gruppen der fest Entschlossenen, die sich jeden Montag zur Mahn- oder Friedenswache auf den Marktplätzen der Städte versammeln?

Ach ja na klar, da darf jeder das Mikrofon nehmen und voll demokratisch sagen, was ihm auf dem Herzen liegt. Das haben natürlich diese "Konsorten" wie Ken Jebsen auch ausgenutzt - Rechtspopulistisch, versteht sich von allein und damit disqualifiziert für jede weitere Betrachtung.

Warum ich nicht gern Menschen verurteile, die demonstrieren wenn ich nicht selbst dabei war. Ein Beispiel aus meinem Leben - Selbst erlebt und keine Verschwörungstheorie:

Ende der 70'er Jahren gab es die letzte Großdemonstration gegen den schnellen Brüter in Kalkar. Einige km vor Kalkar wurde die einzige Bundesstrasse die nach Kalkar führte, unter fadenscheinigen Gründen für etwa 2 Stunden durch die Polizei gesperrt. Damit war schon mal der Zeitplan der Organisatoren völlig durcheinander.
Später liefen wir in einer Gruppe von mehreren tausend Demonstranten auf das berühmte Feld vor dem Brüter. Der Weg war durch hohe Hecken links und rechts gegrenzt. Von rechts dicke Wasserstrahlen aus einer ganzen Batterie von Wasserwerfern die das Feld über unserer Köpfe hinweg beschossen. Als wir auf dem Feld ankamen sahen wir vollkommen durchnässt warum. Ca. 10 Vermummte warfen vollkommen unbehelligt durch die verborgen stehender Hundertschaften Ackerschollen auf die Wasserwerfer. Die Organisatoren riefen auf, einen großen Abstand von diesen Chaoten zu behalten, was auch geschah. Diese Demonstration ging ansonsten friedlich ihrem Ende entgegen.
Am Abend konnte ich jedoch meinen Augen und Ohren nicht mehr trauen.
In der Tagesschau "Wieder gewalttätige Demonstration in Kalkar" mit Bildern der vermummten Ackerschollenwerfer.
Ein paar Jahre  später habe ich den Leiter dieser Polizeiaktion privat getroffen. Was er gesagt hatte, möchte ich hier nicht wiedergeben.

Nun gut, ich war tatsächlich nie auf einer dieser Pegida-Demos, kann also nicht wirklich beurteilen, welcher Geist dahinter steckt und unbestritten, wenn sich Demonstrationen gegen Ethnien oder einfach vollkommen undifferenziert gegen Asylanten richtet, ist das völlig indiskutabel und zu verurteilen. Was ich hier nur sehr genau spüre ist diese dumpfe Wut, die viele Menschen in unserem Land befallen hat. Regt sich Widerstand, wird er zerredet, in den Medien auch schnell in eine Ecke (in diesem Fall die rechte Ecke) transportiert. Dies erstickt jeden Widerstand im Keim und scheint heutzutage Methode zu haben in den Medien, in der Politik und auch in den social networks. Es wird nicht mehr differenziert, es gibt nur noch schwarz oder weiß - ich denke, so was Ähnliches hatten wir schon einmal als auch die Politik versagt hatte, nur in anderen Farben. Auch heute brodelt es in unserem Land, es wird kalt und ist schon lange Ungerecht, ich möchte nicht hoffen, dass sich die Geschichte auch nur ansatzweise wiederholt.

Im Fernsehen habe ich in etlichen Berichten die Pegida-Demonstranten gesehen. Mag sein, daß ich mich irre, aber die meisten dieser Menschen machten auf mich einen ganz "normalen" Eindruck. Manchmal wurden sich für mich auch ganz gezielt über ungebildeten Mitläufer lustig gemacht damit die Bezeichnung "komische Mischpoke" des Cem Özdemir für diese Menschen besser passt.

In den vereinzelten sachlichen Interviews am Rande war für mich der Frust zu spüren über die Nichtbeachtung der Wünsche der Bürger durch die Politik. Dieses sich einfach über die Ängste und auch klare Willenskundgebungen einfach hinwegsetzenden Politiker, dieser ewigen Schönredner die die Sorgen ihrer Bürger kaum mehr verstehen und nur noch den Lobbyisten folgen. Wenn sie hier Gesetze nicht durch bekommen, kein Problem - es gibt den Umweg über Brüssel. Menschen die sich gegen CETA oder TTIP aussprechen werden als "Sozialisten" oder "Kommunisten" diffamiert, weil sie nicht auf Linie sind. Aber keine Sorge, der größte Teil der Menschen in diesem Land ist auf Linie gebracht und die gewünschten braven Bürger geworden– wo kämen wir denn hin, wenn der Staat über die diversen Netzwerke sein Gewaltmonopol verlieren würde und der brave Untertan hat ja nun auch wirklich nichts zu verbergen – oder doch?

Da wir genau diesem Bürger auch klar gemacht, wir leben im Kriegszustand gegen eine fiktive Armee von verbrecherischen Terroristen. Kriegszustand heißt natürlich massivste Einschränkung der Grundrechte, der persönlichen Freiheiten und Totalüberwachung die es damit zu akzeptieren gilt.
Kriegszustand gegen eine Armee, die es nicht gibt, wie geht denn das?
Verbrecher und Mörder werden anders bekämpft, dafür braucht man auch kein Kriegsrecht was sogar Folter rechtfertigen soll.

Ach so, noch was - Ich bin mir auch nicht sicher, ob die vielen Menschen, die sich im Gegensatz zu unserem "Widerstandskämpfer" Gauck unter wirklichen Gefahren an den Montagsdemonstrationen 1989/1990 in der DDR beteiligt hatten, einfach in die BRD integriert werden wollten und dieses Land, wie es heute ist als ihr erstrebenswertes Ziel gesehen haben.

Ich finde auch die Aussage des Philosophen Slavoj Zizek über das Jahr 2014 im unten dargestellten Film, gerade zu Nihilismus sehr zutreffend.

Traumatischer Jahresrückblick (3sat vom 15.12.2014).

Der Philosoph Slavoj Zizek über das Jahr 2014: Was für ein Jahr: Flüchtlinge lassen vor den Toren Europas ihr Leben, Russland tritt das Völkerrecht mit Füßen, der Islamische Staat köpft im Namen Allahs Menschen, Ebola lehrt die Menschheit das Fürchten. Was machen diese Bilder mit uns? Wir sprechen mit Slavoj Zizek über die apokalyptische Dimension des Jahres 2014.

https://www.youtube.com/watch?v=u3keJHQz1KQ



Zum passenden Thread (Diskussion) in Facebook hier.

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