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Lexikon > Begriffe und Symbole der Freimaurer > Religion und Freimaurerei



Religion und Freimaurerei


Religion und Freimaurerei war über die Jahrhunderte hinweg immer ein äußerst strittiges Thema.

Daran war die Freimaurerei sicher auch nicht ganz unschuldig. Sie hat nie wirklich etwas dagegen getan, dass sie durch die katholische Kirche als eine Art Ersatzreligion betrachtet wird. In ihrer dogmatischen Art hatte diese Kirche ihren Mitgliedern sogar verboten, Freimaurer zu sein.

Religion, deren Symbole und Glaubensbekenntnisse haben einfach nichts in der sich dem Humanismus und der Aufklärung verpflichteten Freimaurerei zu suchen. Eine religiöse Einstellung ist Privatsache eines jeden Bruders, sie sollte niemals abgefragt oder gar gefordert werden.

Nicht umsonst verbieten die Gesetze unserer Bruderschaft die Abfrage nach Religionsgemeinschaft und Parteizugehörigkeit.

Viele Beispiele hierzu sind u.A. die diversen religiös zu deutenden Bezeichnungen wie:

  • Tempel und Tempelarbeit.
    Die Bezeichnung (m.E. fälschlicherweise als Tempel bezeichnet) steht für die ursprüngliche Bauhütte. In diese Bauhütten bekam man nur nach einer eingehenden Prüfung der Zugehörigkeit zur Bruderschaft Zutritt. Ähnlich ist dies in der Freimaurerei. Die Loge ist ein selbstständiger, möglichst autarker Verbund der Brüder - ein ungedeckter Raum in dem auch Gäste durchaus willkommen sind.
    Somit ist der geschützte Raum der Bauhütte der Ort an dem sich nur Brüder versammeln um die Arbeit am symbolischen Bau zu verrichten.

  • Altar
    steht natürlich für das Reißbrett was in keiner Bauhütte fehlen darf. Hier wird der Bau (für uns der symbolische Bau) konstruiert damit die behauenen Steine ihren ordnungsgemäßen Platz finden können.

  • Großer Baumeister aller Welten ( gBaW )
    Für mich eindeutig eine Bezeichnung für einen Gott da er auch in den Ritualen angerufen wird.
    Hier gibt es einfach keine andere Deutungsmöglichkeit auch wenn das immer behauptet wird. In neuerer Zeit möchte man in AFuAM  den gBaW als ein Schöpfungsprinzip deuten.
    im Grand Orient de France (GOdF) gibt es den gBaW nicht - Damit ist er u.A. durch England nicht anerkannt und gilt als "Irregulär".

  • Die Bibel oder das Heilige Buch
    Wird in der Freimaurerei als Buch des heiligen Gesetzes verstanden. Es gibt verschiedene "Heilige Bücher" von denen mindestens eines ausgelegt werden muss (die Veden (Indische Weisheitslehre), der Koran (Islam), die Bibel (Christen), der Kanon (Buddhismus), der Tao-Teh-King (Taoismus), das Zendavesta (Parsen), der Kanon (chinesisch Konfuzius).
    Fraglich ist in der humanitären Freimaurerei wie AFuAM warum man z.B. anstelle der Bibel nicht die Menschenrechte der Vereinten Nationen auflegen kann denn deren Definitionen kommen der Grundlage für einen Tempel der Humanität sicher am nächsten.
    Der Grand Orient de France (GOdF) legt anstelle des Heiligen Buches ein Buch mit weißen Seiten auf - Damit ist er u.A. durch England nicht anerkannt und gilt als "Irregulär".




Meine Meinung hierzu:

Das Leben mit all seinen Erfahrungen ist das höchste Gut was wir besitzen und nicht ein möglicher Seinszustand nach unserem Tod . Auch sollten wir die Natur und diese Erde, die unser Leben erst ermöglichen, in den Mittelpunkt unseres Interesses stellen.
Wenn wir das schaffen, ist es sicher auch kein Problem, wenn wir dann nach unserem Tod erkennen sollten, dass die Seele unsterblich ist - Es wäre höchstens eine angenehme Überraschung.
Selbst der für mache Menschen notwendige Gott wäre nach dieser Erfahrung kein Problem, denn wir hätte uns sicher gut verhalten in dem wir das Leben achten.

Seit über 200.000 Jahren haben die Menschen verschiedene Arten von Religion gehabt, dies führte aber nur dazu, dass in höchstens sehr kleinen Zeitfenstern ein glückliches Leben für unsere Vorfahren möglich war. Der weitaus größte Teil war von Tod, Krieg, Verfolgung und anderen negativen Erfahrungen beherrscht. Wir haben gelernt, dies zu akzeptieren denn nach diesem vergänglichen Leben kommt ja der höhere und unendliche Seinszustand - glaubten wir!



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