Gästebuch



Donnerstag der 24. August 2017

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RL


schrieb am: 24.12.2016 11Uhr

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Auch ich bin für eine Reform der Freimaurerei, aber das sollte nicht öffentlich im Internet stattfinden.
Das schadet ihr nur und gibt ein negatives Bild ab.


Anmerkung:
Ja, ich habe auch lange damit gerungen. Aber leider ist die Freimaurerei  nur sehr bedingt reformfähig.
Und die Freimaurerei darf sich nicht scheuen, sich auch der Öffentlichkeit zu stellen - selbst mit Kritik. Hier gibt es keine Geheimnisse, die verraten werden.




Werner Wolff


schrieb am: 17.01.2016 08Uhr
Philadelphia, PA 19118 USA

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Ich bin Freimaurer ueber 55 Jahre und gehöre der Hiram Lodge #81 in Philadelphia PA 19118-3301 an.
Mein Name ist Werner Ernst Wolff
Würde mich freuen mit Br. oder Interessen auf Deutsch oder English zu unterhalten und diskutieren



Simone


schrieb am: 28.09.2015 04Uhr

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Guten Morgen!
Ich bin zufällig auf diese Seite gestoßen und habe eigentlich keinen Bezug zur Freimaurerei, aber die gelesenen Texte haben mein Interesse geweckt und ich habe ein paar Gedanken dazu, die ich gerne teilen und je nach Lust und Laune auch diskutieren würde.
Der vordergründige bezieht sich auf die wiederholte Kritik am Egoismus oder eher an der Selbstfixierung vieler Mitglieder/Brüder/Schwestern. Ich habe das Gefühl, dass die „gängige“ Sichtweise auf dieses Thema darauf abzielt zu unterscheiden. Entweder jemand ist Ich-bezogen oder er ist eher altruistisch veranlagt und schätzt andere mehr als sich selbst bzw arbeitet nach außen gerichtet an der Gesellschaft, was denke ich oft als erstrebenswert betrachtet wird.

Was mir nicht klar ist, ist warum man an dieser Unterscheidung festhalten sollte. Ich sehe diese beiden „Pole“ keineswegs als gegensätzlich oder unvereinbar an, im Gegenteil empfinde ich persönlich es eher so, dass das eine ohne das andere gar nicht möglich ist. Und damit meine ich noch nicht mal, dass es beides braucht um es voneinander abgrenzen zu können, sondern dass ich um meiner selbst willen bestrebt sein kann, wenn nicht sogar muss, ein „guter“ Mensch zu sein, also etwas für die Welt außerhalb meiner selbst zu tun.

Kann man nicht jedem, der etwas Gutes tut in gewisser Hinsicht „vorwerfen“ das zu tun, weil er sich selbst dabei so gut gefällt und damit auch seine eigenen Bedürfnisse, etwa nach einer sinnstiftenden Aufgabe, befriedigt? (Was mir dazu als Veranschaulichung einfällt ist die gehässige Benutzung des Wortes „Gutmensch“ in gewissen Kreisen) Und ist eine gute Tat automatisch weniger Wert, wenn sie ausgeführt wird um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen (wie zum Beispiel ein beruhigtes Gewissen oder ein Gefühl von Zusammengehörigkeit)? Das sind vielleicht keine klassischen Beispiele wenn es um den eigenen Vorteil geht, aber wo ist hier die Grenze zu ziehen und wer kann entscheiden wie sie verläuft?

Weil es grade so gut in diese Zeit passt:
Ich empfinde es nicht als erfrischend im Facebook Fotos zu sehen, auf denen Freunde und Bekannte zusammen mit Flüchtlingen in die Kamera lächeln, ohne dem ganzen einen anderen Sinn als den der Selbstdarstellung zu geben. Die Möglichkeiten wären ja vorhanden, oder besser gesagt, es gibt durchaus aus meiner Sicht sinnvolle Gründe seine persönliche Hilfe öffentlich zu machen, beispielsweise als Werbung für Gruppen die helfen und auf der Suche nach weiteren Unterstützern und Leuten die anpacken wollen sind oder zur Weitergabe von nützlichen/Interessanten Informationen. Aber nur, dass diese Art der Selbstdarstellung nicht meinen Geschmack trifft und ich in manchen Fällen egoistische Gründe unterstelle (ein Foto hochladen können, damit alle sehen wie toll ich helfe), nimmt der Hilfe dieser Leute nicht ihren Wert. Umgekehrt denke ich, dass man oft auf sich selbst bezogen oder besser gesagt in sich gefestigt sein muss, um außerhalb etwas bewegen zu können.

Um bei dem Flüchtlingsbeispiel zu bleiben:
Als ich in Traiskirchen war um Deutsch zu unterrichten (aus dem egoistischen Grund mich besser zu fühlen wenn ich mich beteilige), hätten ich und meine Begleitung uns eigentlich mit noch einem Mädchen getroffen, die aber von der Situation vor Ort so geschockt war, dass sie weinend zusammengebrochen ist und nach Hause gefahren wurde. Ich kann sie gut verstehen. Es ist nicht schön in der Kälte Leute in Sandalen und T-Shirts rumlaufen oder kleine Kinder auf dem kalten Boden sitzen zu sehen. Es ist auch nicht schön, wenn einem Asylanträge mit tragischen Schicksalen gezeigt werden, damit man die Geschichte der Menschen mit denen man sich unterhält besser versteht. Was hingegen sehr schön ist, ist wenn man mit jemandem lernt, der jedes Wort wissbegierig aufsaugt und großartige Fortschritte macht oder wenn man ein Lächeln geschenkt bekommt. Um aber an diesem Punkt gelangen zu können muss man erst einen Schritt zurücktreten können und sich bewusst machen, dass man selbst sich glücklich schätzen und am Abend wieder in seine eigene bequeme Welt zurück kann, anstatt sich im „Weltschmerz“ gehen zu lassen.

Vielleicht sind meine Beispiele zu ausufernd, aber das worum es mir geht ist eigentlich ganz einfach, nämlich dass das Arbeiten an sich selbst und an der Welt nicht abwechselnd oder in unterschiedlicher Intensität ausgeführt werden muss sondern Hand in Hand gehen kann, vor Allem da jeder von uns ein Teil dieses großen Ganzen ist und sich auch entsprechend wichtig nehmen sollte. Eine für mich sehr schöne Geschichte dazu findet sich hier: http://www.galactanet.com/oneoff/theegg_de_mod.html

Dasselbe Prinzip sehe ich auch in Bezug auf das Beten. Es wird hier ja kritisiert, dass der große Baumeister um Hilfe gebeten wird etc. Ich bin selbst weder getauft noch religiös im klassischen Sinne. Allerdings finde ich trotzdem das Gebete Sinn machen, weil durch sie Empfindungen und Wünsche in Worte gefasst werden, wodurch sie stärker ins Bewusstsein treten und an Bedeutung gewinnen können. Vielleicht muss man sie gar nicht als Zwiesprache mit etwas oder jemandem außerhalb sehen sondern kann sie als Form der Bewusstmachung interpretieren.

Ich kann mir gut vorstellen dass man sich komisch fühlt bei dem Gedanken zu sich selbst zu beten, aber vielleicht kann man ihn ja als Herausforderung betrachten sich selbst mehr Achtung und Achtsamkeit entgegen zu bringen. Selbstverständlich sind das nur persönliche Meinungen und Gedanken die nicht für jede/n hier auch stimmen oder interessieren müssen.


Diskussion hierzu auf Facebook 



Markus Schmook


schrieb am: 24.04.2015 09Uhr
Hamm
Sehr geehrte Interessierte und Leser dieser Webseite,
ich fasse mich kurz:

Das WAS und WIE hier kommuniziert wird sollte dem Betreiber und Bruder(?) dieser Webseite anhalten, seine Seite von "Moderne Freimaurerei" in z.B. "Anti-Freimaurerei" umzubenennen.
Ich beurteile diese Seite mit Ihren Darstellungen und Kommentaren als Mobilmachung gegen Freimaurerei wie z.B. von kirche.net (oder anderen katholischen Extrem-Foren).

Kein Wunder, dass es Nicht-Brüdern damit leicht fällt zu behaupten, dass der Bund "uneins" wäre, dass "Brüderlichkeit" nur eine Farse wäre. Sie sollten sich insgeheim prüfen, was Sie wirklich mit diesem Auftritt anstellen wollen - aber mit MODERNER Freimaurerei hat das ganz gewiss - NICHTS - zu tun. Im Gegenteil, es suggeriert einen "harmlosen" Tickets zu einer Art "Hetzkampagne".



Frank Schmalbach


schrieb am: 18.04.2015 11Uhr
Saarbrücken

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Ein herzliches Hallo,
bin auf diesen Blog durch unseren DM aufmerksam geworden, der ihn auf unserem letzten D-SMT (lobend) erwähnt hat.
Besuche gerade beim Aufbereiten des Protokolls diese Site zum 1. Mal und darf etwas (konstruktiv) Kritisches loswerden:

Nach erstem Querlesen halte ich die transportierten Informationen für so klasse, dass ich mir einen "schöneren" Rahmen dafür wünschen würde. Es gibt heute so gute (Gratis-)Instrumente wie Wordpress (oder meinetwegen auch Jimdo oder sowas), die für ein optisch wie inhaltlich besser strukturierteres Erscheinungsbild sorgen.
Nichts für ungut...

3x3 Frank



Wiebke


schrieb am: 12.04.2015 09Uhr

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Solange Srn. + Brr. Intoleranz, Machtalüren und hierarchisches Denken in den eigenen Reihen nicht bekämpfen,
so lange Logen als irregulär abqualifiziert werden, Gleichberechtigung nur für Profane gilt, so lange wird es keine Zukunft für die FM geben und wird sie zunehmend zur gesellschaftlichen Randerscheinung.

Die Verfassung dieser unserer schönen BRD gewährt mir mehr Freiheit als eine Loge, Gemeinschaft wird zur Fessel, Verschwiegenheit als Druck- und Manipulationsmittel benutzt. Es ist völlig unerheblich, welches „Buch“ aufgelegt wird, solange die Werte, die in diesem Buch stehen, nicht als gültig erkannt und in nervenaufreibenden Diskussionen weichgespült werden.

Der frm. Auftrag zur Verbreitung des humanistische Gedankens ist unerheblich, solange die eigene Nabelschau der kritischen Durchdringung der realen gesellschaftlichen Verhältnisse vorgezogen wird. Es werden nicht zu wenig Bürger zu Frm. aufgenommen, sondern die Falschen. Kleingeistigkeit löst die großen Gedanken und Taten ab: Köpfe wie Washington, Lafayette, Friedrich der Große, Garibaldi u.a waren einst vom frm. Gedanken beseelt und geleitet.

Es schrieb eine Sr., die nach 15 Jahen Mitgliedschaft in einer gemischten Loge gedeckt hat und anonym bleiben möchte



Br. Cornelius


schrieb am: 25.02.2015 20Uhr
"Moderne Freimaurerei"?? -- daß ich nicht lache!
Unreflektiert und selbstgerecht, randvoll mit Ressentiments und tief verschüttet in den ideologischen Schützengräben des 19. und frühen 20. Jahrhunderts -- das ist sowas von retro!

Vorschlag: Austreten, eigene GL aufmachen. Vielleicht finden sich ja genug Brüder, um zumindest die Beamtenposten zu besetzen.

 Brüderlich-kopfschüttelnd,
Cornelius



Claus


schrieb am: 29.12.2014 10Uhr

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Sehr geehrte Herren,
seit geraumer Zeit befasse ich mich mit der Freimaurerei und war auch schon mehrmals bei Gästeabenden. Vermutlich steht irgendwann eine Aufnahme an.
Vor so einem Schritt macht man sich ja schon so seine Gedanken. Ich finde die Grundsätze der Freimaurerei natürlich absolut unterstützenswert. Humanität, Aufklärung, Menschenrechte,... alles Wunderbar.

Aber gerade bei uns stehen diese Dinge doch außer Frage. Wer denkt denn heute noch wirklich "Bibeltreu"? Humanismus, Neuhumanismus, all das hat hier in Mitteleuropa doch sehr fruchtbaren Boden gefunden. Macht es Sinn, dafür wirklich einer "geheime Gesellschaft" beizutreten? Ehrlich gesagt hoffe ich, dass das eben nicht alles ist, sondern auch spirituell gearbeitet wird.

Fragen wie: Woher, Wohin, Weshalb, Wahrheit. Bin ich da jetzt völlig auf dem Holzweg? Vielleicht kann mir ja einer der geneigten Freimaurerbrüder antworten?

Viele Grüße Claus



Nico-M. Klauke


schrieb am: 06.04.2014 01Uhr

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Sehr geehrte Herren,
durch ein Zufall des WWW bin ich hier gelandet. Und ich war fasziniert, weil ich eine Sicht auf die Freimaurerei fand, die unorthodox und modern wirkte. Ich bin kein Bruder, spreche also wie ein Blinder von der Farbe.

Gleichwohl hoffe ich dass mein Wort Gewicht haben möge. Ich las also mit Interesse und Wohlwollen die Informationen hier und dann stiess ich auf das Gästebuch. Hier werte Herren, wurde mir übel. Ich muß das so ungeschützt und unsensibel sagen: die Art, wie hier die Meinungen getauscht werden, sind trotz aller Floskeln und feiner Formulierungen sehr verwirrend für einen Mann, der lesen und zwischen den Zeilen verstehen kann. Die Einträge klingen nach einem Streit um des Kaisers Bart, wie es sprichwörtlich heisst. Was mich persönlich noch mehr betroffen gemacht hat: die Einträge und ihre Kommentare lesen sich wie eine Streiterei unter Unversöhnlichen.

Ich dachte, eine Diskussion unter "Brüdern" zu verfolgen und bin ein wenig enttäuscht, den das Eingehen aufeinaner fehlt beiden Seiten in meinem Verständnis. Verzeiht diese direkt Einstellung, vielleicht fehlt mir ja die abwägende Einstellung, die euch inne wohnt.


Sehr geehrter Herr Klauke,
danke für Ihren Gästebucheintrag. Ihre Gedanken gehen tatsächlich in die richtige Richtung. Auch innerhalb des Bundes wird kaum um das eigentliche Thema diskutiert sehr schnell ist man in der Auseinandersetzung oder Abwehr über Detailfragen. Die eigentlichen Themen sind:

1. Ist die Botschaft nach den vielen Jahren der Detailkorrekturen noch zeitgemäß.
2. Übermitteln die Rituale und Symbole noch den eigentlichen Charakter.
3. Ist der "Tempel der Humanität" (Humane Gesellschaft) noch das angestrebte Ziel
4. Braucht die Freimaurerei überhaupt Formen der Religiosität.

Es ist eigentlich wie bei jedem Versuch, lange Gewohnheiten los zu lassen. Durch ihre berechtigte Kritik initiiert, wurden alle alten Kommentare zu Gästebucheinträgen gelöscht wir lassen sie auch zukünftig einfach kommentarlos stehen.





Anonym


schrieb am: 14.11.2013 01Uhr

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Bruder,

es ist für mich etw. besonderes auf dieser Homepage, ein geistiger Aufbruch.
Es ist eine Reise, eine Reise ins Unbekannte. Warum stört es euch, wenn ein Bruder, sein Innen nach Außen mit Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit am Baukonstrukt darzustellen mag. Schade, wenn man dann dies als Holzweg entwertet.

Was will mein Eintrag ?
Seid nicht fremd gegenüber die Innere Haltung eines Bruders, dessen Motivation ichfrei ist. Habt lieber Sorgen mit den selbstherrlichen Bauern.



TSM


schrieb am: 06.08.2013 22Uhr
Lieber Bruder Jürgen,

da ich mir nun dir hier hinterlassenen Gästebucheinträge durchgelesen habe, bin ich schon fast schockiert, was manche Brüder doch von sich geben!

Wozu geht es denn dabei überhaupt? Ihr DISKUTIERT und beharrt auf eurer MEINUNG...alleine schon deshalb habt ihr für mich die Freimaurerei absolut nicht verstanden und wisst nicht, worum es überhaupt geht.

Mir kommst es manchmal auch so vor, als wären so einige Logen ganz weit Weg vom richtigen Pfad, da sie ihrem Vereinsdasein auch wirklich alle Ehre machen und eher einen Herrentreff darstellen, dessen Ziel dazu auch noch den meisten anwesenden Brüdern unbekannt ist - auf den Punkt gebracht - sie wissen nicht, was sie tun.

Das Ritual wird aus Gewohnheit vollzogen und danach beginnt erst der richtige Teil der Veranstaltung. Viele Brüder baden ihm Gefühl, ein "Freimaurer" zu sein, aber was das wirklich bedeutet, wissen sie nicht.

Wenn sie reden, dann zitieren sie meist aus Freimaurerliteratur auswendig gelernte Textpassagen oder Bezeichnungen daher und versuchen, so gebildet wie nur möglich zu klingen, ohne dass sie es auf den Punkt bringen können - es geht hier mehr um VEREINSPOLITIK als das, als was es einmal gedacht war.

Liebe Brüder, worum geht es für euch in der FM eigentlich?
Es wird viel drum herum geredet, aber den eigentlich wichtigen Kern trifft kaum jemand. Genauso dieser penetrante "Mantel des Schweigens"...es wird sich regelrecht totgeschwiegen, anstatt mal am Tempel zu bauen.

Sicher hat jeder sein Versprechen abgegeben, aber ich sehe hier nicht im geringsten eine Verletzung dessen. Davon abgesehen sind dank wem auch immer jedemenge Ritualtexte frei zugänglich im WWW verteilt.
Wir sind dazu keine Geheimagenten oder verdeckte Ermittler!
Wir haben ein Ziel, welches sich vor allen Dingen mit dem Wort HUMANITÄT schmückt, daher ist jede Menge mehr POSITIVE Öffentlichkeitsarbeit nötig, da die Verschwörungstheorien doch sehr dominieren und man uns in vielen Teilen der Bevölkerung aus Unwissenheit schon für sektenähnlich ansieht.

Ich persönlich finde, dass diese Seite hier prima dazu beiträgt, alte eingefahrene und überarbeitungswüdige Dinge anzusprechen. Wenn denn nicht öffentlich um im WWW, wie dann? Wie seid ihr denn alle sonst auf diese Seite gestoßen?

Wie man sieht, geschieht hier ein und das selbe wie in der profanen Welt, es wird diskutiert diskutiert diskutiert.....vom einen Thema ins nächste, und jedes im Vergleich zum eigentlichen Sinn und Ziel der Freimaurerei so unwichtig...jeder verteidigt seine Meinung und es spricht der RAUHE UNBEHAUENE STEIN....und es passiert genau das, was die FM eigentlich in der Welt versucht zu beseitigen!

Liebe Brüder, wir benennen uns als Brüder, warum verhalten wir uns dann so?

Beste Grüße aus Hessen



Ein wirklich junger Bruder


schrieb am: 03.07.2013 15Uhr
Mein lieber Bruder,

auf dieser Seite ist häufig die Rede von den jüngeren Brüdern, denen man gar falsche Versprechungen mache. Ich bin ein solch junger Bruder, kam mit 23 zur Freimaurerei und gehe nun strammen Schrittes auf die Etappe der 30 Jahre zu. Ich für mich möchte betonen, dass ich bei beinahe allen Punkten dieser Seite anderer Meinung bin und das als Bruder einer humanitär ausgerichteten Loge.

Bei allem Respekt vor abweichenden Meinungen und der Arbeit, die hier investiert wurde, bin ich über mancherlei Vorschläge doch äußerst erstaunt, wenn nicht gar erschrocken und bin mir sicher, dass die Umsetzung vieler davon die Freimaurerei vollends banalisieren würde. Ich sage bewusst vollends, da solche Schritte schon vielfach gemacht und ebenso häufig bereut wurden.

Als junger Bruder kann ich im Gegenteil sagen, dass versierte Brüder mit tiefem Ritualverständnis leider nicht so häufig vorkommen, wie ich mir das dachte, um es vorsichtig auszudrücken. In einem - bitte verzeih mir meine Ehrlichkeit - teilweise nicht nachvollziehbaren Aktivismus ein über Jahrhunderte zur Institution geronnenes Ritualgebäude derart der eigenen Sichtweise entsprechend zurechstutzen zu wollen, empfinde ich als vollkommen deplaziert und in höchstem Maße bedenklich.
Beinahe alle Brüder mit denen ich diese Thematik bislang besprach, waren einhellig der Meinung, dass etwa der dritte Grad, die größte Erfahrung von allen rituellen Erlebnissen war. Unter dem Etikett der Zukunftsfähigkeit und scheinbar zeitgemäßer Notwendigkeiten den rituellen Rotstift anzulegen halte ich für fatal, ganz zu schweigen von dem vorauszusetzenden Wissen über die unterschiedlichen Bedeutungsebenen dessen, was man zu streichen bereit ist.

Auch wird mir immer schleierhaft bleiben, weshalb es Symbole gibt, deren Anerkennung als ein solches eine zu hohe Hürde für manche Brüder darstellt. Solche sind etwa das Buch des heiligen Gesetzes, der kubische Stein und im AASR das Rosenkreuz.
Es ist als seien manche Symbole derart inhaltlich aufgeladen, dass es vielen Brüdern nicht gelingt, sie als Symbole zu akzeptieren und zu begreifen. Die Bibel als solche ist für mich ein äußerst streitbares Buch, doch als Symbol auf dem Altar absolut elementar. Vorschläge dies abzuschaffen, durch ein weißes Buch zu ersetzen, oder gar die Charta der Menschenrechte als Substitut vorzuschlagen (so fantastisch sie als Errungenschaft ist)emfpinde ich einfach nur als befremdlich gegenüber der potentiellen Reichhaltigkeit dessen, was ein echtes Symbol in sich birgt und dazu gehört auch der Buchstabe.

Auch kann ich die Aversionen in punkto religiöser Elemente nicht nachvollziehen und kann dies nur auf ein Unverständnis in der Trennung zwischen Konfession und Religiösität zurückführen. Für mich ist das freimaurerische Ritual sehr wohl religiös, explizit auch das der humanitären Logen, wenn auch vollkommen akonfessionell, doch muss dabei auf die ursprüngliche Begriffsdefinition der Religion verwiesen werden. Ich würde ja gerne vorschlagen den Begriff des religiösen mit dem des spirituellen ersetzen, doch bei eben jenem ist die präventive Abwehrhaltung vieler Brüder nicht minder vehement.
Davon abgesehen assoziiere ich mit derlei Projekten wie diesem hier vielmehr den Gedanken des Missionierens, also einem Element jener Religiösität, wie auch ich sie nicht verstanden wissen will.
Der Bruder soll zwischen den Säulen hindurchgehen, nicht eine zu Gunsten der anderen überhöhen, um das Gleichgewicht des inneren und des äußeren Baus zu gefährden, doch genau so wirkt diese Seite auf mich. Wie eine unausgeglichene Sicht einiger Brüder, der nun das gesamte Bauwerk entsprechen soll.
Es sind jedoch stets zwei Säulen und zwei Seiten einer Medaille, schade, auch und gerade im Fall der Freimaurerei.


Das Problem, dass die Freimaurerei, gerade auch für Menschen meiner Generation in einer derart durchgetakteten Welt hat, ist nicht ihr rituelles Wesen, wie wir es heute antreffen!
Ganz im Gegenteil, dies könnte die eigentliche Stärke sein und ich würde vehement davor warnen die Rituale noch weiter einem angeblichen Zeitgeist anpassen zu wollen! Das Problem ist vielmehr die Zerstrittenheit eines Bundes, der nach außen immer als an einem Strang ziehend wahrgenommen wird. Es ist darüber hinaus die reflexhafte und teilweise äußerst paradoxe Betonung all dessen, was Freimaurerei nicht sei, bis man zu einem Punkt gelangt, an dem sich die Frage stellt, ob dies so überhaupt Gültigkeit besitzt und wenn, weshalb es dann noch überhaupt Gründe gibt, sich in dieses komplexe System zu begeben, dass letztlich viel Rauch um einen scheinbaren Ultraminimalkonsens verbreitet.

Die Reduktion auf die Arbeit am rauen Stein und einen Teilschritt darüber hinaus, postuliert meiner Meinung nach das Mittel zum Zweck und wird durch diese Reduktion auf das denkbar kleinste Koordinatensystem moralischer Vorstellung, der Maurerei schlichtweg nicht gerecht. Eine intensive Beschäftigung mit elementaren Etappen des Rituals, gerade jener, die selten angesprochen werden, weil man peinlich berührt zu der Erkenntnis kommt, dass man keine Antwort hat, kann nicht als Lösung des Problems mit sich bringen, diese Elemente zu beseitigen, sondern vielmehr auch offen für neue und alte Interpretationen zu sein, die auch nciht immer der eigenen Perspektive entsprechen.

Es sei von der Sklaverei der Voruteile befreit jedoch das gute Recht jedes Bruders, abweichende Meinungen zu vertreten, wie auch ich in diesem Fall stark abweiche. Bei allem Befremden, das ich bislang inhaltlich geäußert habe, empfinde ich das größte Befremden jedoch beim Gedanken daran, dass dies alles im öffentlich-profanen Raum des Netzes diskutiert wird, um bspw. über die Abschaffung des dritten Grades, wie wir ihn kennen, zu debattieren. Inhaltlich kann dies zwangsläufig nur oberflächlich bleiben, es erweitert die Zerissenheit der Maurerei und ihre internen Gräbenkämpfe auf das Gebiet des Rituals und die Frage bleibt legitim, an wen sich das hier somit eigentlich richten soll und mit welchem Zweck?

Ich kann als ein Vertreter der hier so oft angebrachten jungen Brüder nur hoffen, dass die auf dieser Seite geäußerten Gedanken eine wertschätzende Reaktion hervorrufen und vielleicht auch einen Diskurs befurchten, doch am meisten hoffe ich, dass sie keine Anwendung finden werden, so hart sich das anhören mag. Ich hoffe man versteht diese Deutlichkeit nicht als unangebracht, doch der Inhalt vieler hier vorgebrachter Gedanken erschreckt mich doch zu sehr und wirkt zu befremdlich und weit entfernt von Symbol und Ritual, als dass ich sie nachvollziehen kann.
Aber auch das bleibt wiederum nur meine Meinung.

Herzliche Grüße

Ein junger Bruder.





Michael Ammen


schrieb am: 22.05.2013 21Uhr
26180 Rastede

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Lieber Br. Jürgen,

diese Seite habe ich mit Interesse gelesen. In der Analyse der Ist-Situation stimme ich in vielen Punkten mit Dir überein. In der Frage nach den daraus sich ergebenen Konsequenzen glaube ich allerdings, dass Du Dich auf dem Holzweg befindest. Das mag daran liegen, dass Du bei Deiner Betrachtung der Freimaurerei unausgesprochenen von Voraussetzungen ausgehst, die schlicht nicht zutreffen.

Das beginnt bereits bei deiner Rezeption des Begriffs „humanitär“, der mit „humanistisch“ nur eine sprachliche Ähnlichkeit, aber keine inhaltliche Übereinstimmung besitzt. Die Bezeichnung „humanitär“ ist ein Kunstgriff des Großlogenbundes im 19. Jh., um einen irgendwie gearteten Begriff zu besitzen, der nichts weiter aussagen sollte, als dass dieser Zweig der Freimaurerei nicht (ausschließlich) christlich war. Es geht weiter mit Deiner Vorstellung von Aufklärung und Humanismus. Die meisten großen Humanisten waren tief religiös und propagierten eine andere, menschengerechtere Form der Religion, nicht deren Abschaffung. Lies z.B. mal die Werke von Jannes Reuchlin, einem der bedeutensten Humanisten. In seinem „Augenspiegel“, der ein Rechtsgutachen im Auftrage des Kaisers war, trat er öffentlich und gegen die Mehrheitsmeinung für Menschenwürde und Toleranz gegenüber Andersdenkenenden und sogar Andersgläubigen, sowie gegen Zensur und Bücherverbrennung ein. Gleichzeitig verfasste er tief mystisch-religiöse Werke wie „die Kunst der Kabbala“ und „das wundertätige Wort“, obwohl er Jurist und kein Theologe war. Diejenigen, die heute die Bezeichnung Humanisten für sich beanspruchen, haben mit den großen Humanisten nicht mehr viel gemein. Bei den Aufklärern ist das Spektrum breiter, es reicht von tief verwurzelter Religiosität bis hin zum Atheismus. „Die Berufung (der Aufklärung des 17. und 18. Jh.) auf die Vernunft als universelle Urteilsinstanz“ (Wikipedia) kann zudem spätestens seit Kirkegaard als überwunden angesehen werden und taugt damit auch nur beschränkt zur Lösung der Probleme von heute. Deshalb sieht sich die GL AFuAM auch nur „in der Tradition“ des historischen Phänomens Aufklärung, nicht als deren Fortsetzung.

Das wirft die Frage auf, was Freimaurerei denn Deiner Meinung nach eigentlich ist. Offensichtlich ist sie Deiner Ansicht nach nicht das „eigenartige System der Sittlichkeit, eingehüllt in Allegorien und erleuchtet durch Sinnbilder,“ als das die Großloge von England sie sieht. Ist das, was Dir vorschwebt, aber dann überhaupt noch Freimaurerei? Du schreibst: „Ich bin dafür, daß wir in AFAM die Rituale von allen nicht klar zu erkennenden und oft auch mehrfach zu deutenden Sinngehalten befreien“. Das hieße in der Konsequenz, dass die Großloge im Ritual feste, klar ausgedrückte, für alle Mitglieder verbindliche Festschreibungen vornähme. Wenn sie das täte, würde die Großloge AFuAM zu einer Weltanschauungsgemeinschaft. Eine Weltanschauungsgemeinschaft ist aber nichts anderes als so etwas wie eine Kirche ohne Gott. Einer Großloge, die sich zur Weltanschauungsgemeinschaft entwickelt, würde ich nicht angehören wollen, ich will mir nicht vorschreiben lassen, was und wie ich zu denken habe. Das wäre in meinen Augen keine Freimaurerei mehr (und in der Augen der Großloge von England sicherlich auch nicht). Die Großloge AFuAM trat bei ihrer Gründung an, das gesamte freimaurerische Spektrum von christlich bis monistisch unter einem Dach zu vereinigen. Das ist ihr auch gelungen, selbst wenn nicht alle Logen sich ihr anschließen wollten. Auch deshalb kann und soll die Großloge AFuAM sich und ihre Mitgleider gerade nicht in irgendeiner Richtung festlegen, sondern es jeder Loge und jedem Bruder selbst überlassen, ihren bzs. seinen eigenen Weg innerhalb des Spektrums der regulären Freimaurerei zu finden.

Es ist ja gerade das Kennzeichen und Besondere an der Freimaurerei, dass es eben KEINE Festschreibungen gibt. Deshalb MÜSSEN die Rituale einen mehrfach zu deutenden und eben NICHT einen klar zu erkennenden Sinngehalt enthalten. Freimaurerische Rituale sollen Denkanstöße geben, die freimaurerische Arbeit, von der wir so oft reden, ist dann das eigenständige Denken und das laute Denken mit dem Bruder. Freimaurerei hüllt ihre Botschaften in Allegorien und erleuchtet sie durch Sinnbilder, weil dies ein ganz praktikabler Weg ist, ohne klare Inhalte und Vorgaben selbständiges Denken und eigene Erkenntnis zu fördern. Und es ist eine klare Forderung der Toleranz, jeden Bruder zu seinen eigenen Ansichten und Überzeugungen gelangen zu lassen.

Ja, ich stimme Dir zu, dass vieles am Ist-Zustand der Freimaurerei verbessert werden kann. „Hierzu gehört es, daß wir uns tief mit unser Gesellschaft beschäftigen, über mögliche Probleme philosophieren und nach Lösungsansätzen für deren Bewältigung suchen.“ Ja, dieser Aussage stimme ich voll und ganz zu, das ist ein Aspekt des laut Denken mit dem Bruder. Es hilft aber nicht, dazu die Strukturen oder Rituale zu ändern. Die gelebte Praxis in den Logen muss sich ändern. Das erreichen wir aber nicht durch Umstrukturierungen und neue Rituale oder inhaltliche Festlegungen, sondern dadurch, dass wir uns der Mühe und Arbeit unterziehen, sich mit unseren Allegorien und Sinnbildern auseinanderzusetzen und sie verstehen zu lernen, nicht nur mit der Vernunft, sondern auch mit dem Herzen. Das ist der erste sinnbildliche Schlag mit dem Spitzhammer an unserem rauen Stein. Die dabei eingeübten Fertigkeiten kann und soll man dann anwenden, um die Welt (altes frm. Sinnbild: Tempel Salomos) mitzugestalten, was Du ja mit Deiner gerade zitierten Aussage meinst.

Der Ansatz der Freimaurerei ist von Anfang an (schon lange vor der Aufklärung), über die Auseinandersetzung mit den Sinnbildern und Allegorien zur Auseinandersetzung mit der Welt zu gelangen. Wenn aber Brr. schon für den ersten Schlag zu bequem sind und lieber alles fertig auf dem Silbertablett präsentiert bekommen, gerade dann tritt der von Dir beklagte Ist-Zustand ein.

Deshalb befürchte ich, dass Dein Ansatz das Problem nicht lösen sondern noch verschärfen würde.




Ein Suchender


schrieb am: 20.01.2013 17Uhr
70177 Stuttgart

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Hallo an alle Freimaurer und Freimaurerei-Interessierte,

ich finde diese Seite, auf die ich ganz zufällig gestoßen bin, eine ganz wunderbar engagierte und mutige Arbeit, die zeigt, dass es manchen Freimaurern ernst damit ist, die Freimaurerei lebendig - und damit überhaupt am Leben - zu halten.

Ich bin ein Suchender, der viele Gästeabende von AFAM-Logen im süddeutschen Raum besucht hat. Wenn ich mich traue, dort eine gewisse Verstaubtheit, besonders in der Form, anzusprechen, ernte ich teils heftige Anfeindungen. Das zeigt mir, wie sensibel und eigentlich brennend das Thema in der Freimaurerei ist, und wie viel trotzdem versucht wird, es zu verdrängen.

Die Freimaurerei ist eine ganz herrliche Sache, doch im Gegensatz zum 18. Jh., da sie eine äußerst kreative Angelegenheit war, verkommt sie heutzutage immer mehr zu einer Konservendose Schritt für Schritt veraltender Aufmachung. Schade, wo doch die Inhalte weiterhin so gültig und erstrebenswert sind!

In meinen Augen ist es feige, Rituale, Wortlaut, Legenden, rituelle Kleidung usw. nicht an moderne Zeiten anzupassen zu versuchen bzw. nicht zuzugeben, dass eben dies in der Geschichte der Freimaurerei bereits immer wieder passiert ist. Doch während die Entwicklungen in der "profanen" (welch Unwort!) Welt dort draußen immer rasanter werden, scheint ein Großteil der Freimaurer sich immer mehr kreativen und notwendigen Anpassungsbedürfnissen zu versagen, um sich stattdessen mit den angelegten Scheuklappen im heimeligen Kreise der Brüder hinter liebgewonnenem Bekannten zu verkrümeln.

Die hier angesprochenen veralteten Bezüge zur laufend veraltenden abrahamitischen Religion stellen für mich persönlich ebenso einen große Handlungsbedarf und Mut zur Veränderung dar. Wieso schafft es die deutsche Freimaurerei nicht, die Bibel etwa durch sogenannte 'weiße Blätter' zu ersetzen, wie es die französische Maurerei schon vor rund hundert Jahren geschafft hat?!
Müssen wir neben unseren französischen Nachbarn solch ein beschämend rückschrittliches Bild abgeben?!

Ich würde so gerne Freimaurer werden. Aber die Verstaubtheit - selbst der AFAM-Logen - macht mich bei jedem Annäherungsversuch wieder husten!

Eine Seite wie diese ist dann doch wieder ein Hoffnungsschimmer, sich als gebildeter und der Gegenwart offener Mensch vielleicht doch noch der humanistischen Freimaurerei anzuschließen...

Mit bestem Dank!

Ein Suchender



Peter Frankbert


schrieb am: 30.09.2012 21Uhr
Lieber Bruder,

ich habe mir viel Zeit für Ihre ausführlich dokumentierte Meinung zur Reformierung der Freimaurerei genommen.

Verzeihen Sie, doch Sie geben mit Ihren Argumenten in meinen Augen einen Bruder ab, der in der Freimaurerei nicht das findet, was er eigentlich sucht.

Ihre Darstellungen wirken auf mich oft schon fundamental.

Nach meiner Sicht sind Sie hoffentlich aber in der Lage, sich in Ihrer Bauhütte jüngeren Brüdern und Gästen verantwortungsvoll zu äußern?

Ansonsten kann ich mir bildlich vorstellen, wie schwer sich ein Logenleben mit Ihren Vorstellungen für Sie ganz allein gestalten muss.

Mit freundlichem Gruß
P.F.




Elias Erdmann


schrieb am: 26.09.2012 15Uhr

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Hallo,

ich bin (noch) beim FO (GLLFvD) und sehe dort ebenfalls die dringende Notwendigkeit einer Reform – aber meine Zielsetzung geht genau in die Gegenrichtung.

..........

Mit herzlichen und brüderlichen Grüßen

Elias Erdmann



Da der Text für das Gästebuch definitiv zu lang ist, habe ich mir erlaubt ihn unter folgender Adresse zu veröffentlichen:

 
 http://www.moderne-freimaurerei.de/cms/NS_Ist-die-Freimaurerei-nicht-religioes-genug.html



G.T. Mackowiak


schrieb am: 02.07.2012 22Uhr
Recklinghausen
Lieber Bruder,
deine Gedanken zu einer Ritualreform finde ich sehr bemerkenswert.
Auch mich störten schon vor vielen Jahren die quasi-religiösen Teile speziell des 3. Grades.

Eine Reform im Sinne der Anpassung und Weiterführung der ersten beiden Grade wäre bestimmt sinnvoll, zumal dies letztlich nur eine logische Vollendung dessen wäre, was die kontinentale FM bereits in den ersten zwei Graden durchgeführt hat.

Mancher mag einwenden, dass so eine massive Veränderung eines zentralen Punktes der FM den Charakter der FM sehr stark verändern würde. Mag sein.

Mag aber auch sein, dass genau solche eine Veränderung nötig ist!

Auf jeden Fall - vielen Dank für deine erstklassige Webseite und die hier zu findenden Ideen.

brüderliche Grüße,
GM



Eduard Schmidt-Zorner


schrieb am: 29.06.2012 19Uhr
Irland

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Eine sehr gute Seite mit ernsthaften Anregungen zu einer sinnvollen Reform der Freimaurerei.

Gruss aus Irland vom (erfolgreichen, reformierenden) Grossorient von Irland



W.J.K.


schrieb am: 18.06.2012 19Uhr
Guten Tag, geschätzter Bruder!
Durch einen „Zufall“ bin ich auf Deine Seite gestossen und habe intensiv gelesen. Aus diesem Grund reagiere ich nicht nur in Form der Dir vorliegenden E-Mail, sondern als Diskussionsbeitrag gleichfalls im Gästebuch.
Interessant, was Deine Kritik am vorhandenen System betrifft, aber auch Deine dezidierten Vorschläge zur Reform der Freimaurerei.

Zitat: "Der jetzige Aufbau der 3 Grade wird mit der "Wanderung" durch das Leben (Geburt, Leben, Tod) versucht zu erklären. Wenn man sich aber den Inhalt der ersten beiden Grade genauer betrachtet, ist da sicher kein schlüssiger Zusammenhang zwischen Geburt und Leben herzustellen." Ist das wirklich so?

Sicher erleben wir unsere Welt in dem Zeitraum gewisser Maßen wie eine Wanderung zwischen Geburt und Tod. FM stellt m.E. bestenfalls den Lebensweg alegorisch dar, diese Alegorie ist aber doch nicht die Substanz der FM?! Genau das ist nach meinen Beobachtungen der Knackpunkt dessen, was in vielen AFAM-Logen und in den anderen als „Inhalt“ der FM angesehen wird.
Viele Brüder versuchen den Sinn der Alegorie zu ergründen, über den Status der „Humanität mit Verkleiden“ kommen viele dabei leider nicht hinaus. Ohne auf Deine Thesen detailliert einzugehen, vielleicht erledigt sich das, behaupte ich, dass viele Brüder sich überhaupt nicht im Klaren darüber sind, WAS sie eigentlich in ihren Logen treiben! Die gesamte FM besteht aus Symbolen.

Das beginnt mit Winkelmaß und Zirkel, wird bis in den 3.Grad fortgeführt und endet nicht in den Hochgraden, sondern erlebt dort seine Ausarbeitung. Symbole sind m.E. „Platzhalter“ für Aussagen, die sich jeder Einzelne erarbeiten muss. Es gibt unterschiedliche Fähigkeiten hierzu, weshalb die Ergebnisse immer unterschiedlich sind. Ob das eine „unterschiedliche Interpretation“ ist, bezweifle ich, es ist eine "nicht einheitliche Sichtweise", weil der Grundkonsens ist in der Regel vorhanden.

Das ist eine der Ursachen dafür, dass man nicht von DER Freimaurerei sprechen kann – weder im Einzelnen, noch in Logen oder Großlogenverbänden. Das entscheidende ist nicht die einheitliche Auslegung von Symbolen, sondern das LEBEN nach den Regeln der individuell erkannten Symbolen. Was nützt es, wenn der Lehrling lernt, dass das Winkelmaß ein Symbol für ein „winkelgerechtes Leben“ ist, sein Privatleben chaotisch ist, er mit seinen Brüder (und Schwestern) permanent im Clinch liegt, sich geschäftlich wie ein Schwein benimmt, aber mit Stolz an Revers Winkelmaß und Zirkel trägt. Daher kommen doch die Aussagen, dass FM „ohne die Brüder“ herrlich sein könnte.

Und was Dein Vorschlag zum Wegfall der TA 3 betrifft, widerspreche ich Dir aus gleichem Grund auf das heftigste. Stirb‘ und werde ist, so habe ich es für mich verstanden, keinesfalls ein metaphysisch religiöser Aufruf, sondern, wie ALLES in der FM ein Symbol dafür, den „inhumanen Menschen“ IN MIR sterben zu lassen, was eine todesähnliche Prozedur ist, damit ich dem Ziel, das ich ebenfalls nur individuell definieren kann, näher kommen kann. Der Abschied von einem Bruder (Schwester) mittels Trauerloge ist eine „völlig andere Baustelle“ und hat mit dem „individuellen Tod der Inhumanität“ absolut nichts zu tun.

Es ist deshalb mMn. auch nicht erforderlich das „heilige Buch des Gesetzes“ zu verändern. Wozu und was soll das? Da würde ein „Buch“ gegen ein anderes ausgetauscht – der Symbolgehalt - dass es Ordnungsprinzipien gibt, nach denen sich Freimaurer richten – wird dadurch in keiner Weise berührt – reine „Kosmetik“.

Zitat: "Wenn wir wollen, dass die Freimaurerei ihrem eigentlichen Ziel (Dem Bau des "Tempels der Humanität") gerecht werden will, müssen wir aus dem Schlaf der Mystifizierung aufwachen. Der "Tempel der Humanität" gehört in das Zentrum unserer Arbeiten."

Es ist, nach meiner Erfahrung mit und in zahlreichen Logen, kein „Schlaf der Mystifizierung“ sondern eher die Unkenntnis dessen, was sich hinter und in den Mysterien verbirgt, was das von Dir beklagte "Empfinden einer gewissen Unfertigkeit oder Unvollständigkeit seines im Meistergrad erhaltenen Wissens" verursacht.

Frage Brüder, wie sich sich „den Bau des Tempels der Humanität“ PRAKTISCH vorstellen und was sie KONKRET dazu tun. Du wirst eine Menge „Worthülsen“ und „Fensterreden“ hören, aber selten die Aussage, dass die in und mit den Arbeiten gewonnenen Erkenntnisse im persönlichen Leben einfliessen und dadurch – und jetzt nutze ich eine religiöse Metapher: „Wie Sauerteig“ bei SICH SELBST und MITTELBAR bei den umgebenden Menschen wirken (können). Wenn das verinnerlicht ist, dann bekommt die Ritualaussage: Nun geht in die Welt und seid Freimaurer....... Sinn und Gehalt. Alles andere ist die von Dir – zu Recht - beklagte Vereinsmeierei mit all den Auswüchsen, die sich m.E. leider auch bei vielen Freimaurern – weltweit – breit gemacht hat.

Reformen machen Sinn, wenn man weiß WAS man INHALTLICH reformieren will, sonst wären es lediglich „andere Kostüme“.

In diesem Sinn Brüderliche Grüße
W.J.K.




A.H.Procellas


schrieb am: 08.09.2011 13Uhr
bei Marburg/L.

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Lieber Bruder Scheffler, ich hoffe ich darf Sie so nennen.
Nach meinem Besuch Ihres Gästeabends am 19.08.11, bei dem ich sehr herzlich und gastfreundlich empfangen worden bin, habe ich viel über Ihre Thesen zur "modernen Freimaurerei" nachgedacht.

So gut wie alle Aussagen von Ihnen leuchten mir ein.

Auch die Art und Weise wie Sie diese Inhalte vermitteln gefällt mir sehr. Man spürt, daß Sie mit dem Herzen bei der Sache sind, das es Ihnen um Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und um Gerechtigkeit geht. Alles wohl echte freimauerische Tugenden denen auch ich versuche nach zu folgen ohne mich "regulärer Freimauer" nennen zu wollen.

Ganz herzliche Grüße an Ihre Brüder die mir beim besagten Gästeabend so gastfreundlich gegenüber getreten sind.


Ihr A.H.Procellas




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